Preisschild

Heute waren wir „shoppen“. Ich lag im Wagen und habe so getan als ob ich schlief. Im Supermarkt habe ich es dann leider nicht mehr ausgehalten mit dem Schauspielern und habe etwas geweint. Dann merkte natürlich jeder, dass ich wach war! Mist…! Naja, was ich eigetnlich sagen wollte: mein Papa schob meinen „Schlitten“ an einem anderen Kinderwagen vorbei. Dafür musste eine Frau aus dem Weg gehen. Sie guckte mich an und sagte: „Na, da ist ja noch das Preisschild dran!“ Habe meine Augen fest zugekniffen und so getan, als ob ich nichts gehört hätte. Habe mich aber gefragt, was sie wohl gemeint haben könnte…vor lauter Nachdenken bin ich eingeschlafen.

Bei Mama

Ich habe auch eine Mama. Bevor ich geboren wurde, war ich in ihrem Bauch. Wie in einem Schneckenhaus. Und niemand konnte mich sehen. Auch Mama nicht. Aber sie hat gespürt wie ich in ihrem Bauch Fußball gespielt habe. Getroffen habe ich immer. Nämlich ihre Bauchwand. Am liebsten wenn sie schlief oder gearbeitet hat. Hier siehst du sie, wie sie entspannt. Und wie sie ihre Masterarbeit schreibt. Mit mir im Bauch.

Jetzt bin ich schon 4 Wochen alt und habe schon sehr viel Erfahrung mit Mama. Am Anfang habe ich mich gewundert, wer da diese Frau ist, die mir etwas zu trinken gibt. Habe sie etwas skeptisch aus meinen Augenwinkeln betrachtet. Aber sie war ganz brav. In der Nacht, wenn sie mir etwas zu essen gibt, guckt sie mich an wie ein Maulwurf. Mit Schlitzaugen. Verstehe ich nicht…

Bei Papa

Ich habe ein Papa. Du auch? Wenn du einen hast, dann ist der sicher nicht so toll wie meiner. Mein Papa ist groß und stark. Er kann mich ganz lange tragen. Und wenn ich nicht einschlafen kann, dann darf ich auf seinem Bauch liegen. Und dann legt er seine großen Hände auf meine Schultern. Dann fühle ich mich geborgen. Er singt mir immer ein Gute-Nacht-Lied. Niemand kann so singen wie mein Papa. Mama sagt, er kann ganz wunderbare moderne Musik machen. Er improvisiert nämlich. So, dass Mama sagt, sie könnte so etwas nicht machen. Sie kann nur langweilige Tonfolgen singen. Papa trägt mich gerne im Tragetuch. Dann ist er wie ein Känguruh. Nur hüpfen tut er nicht. Aber das sehe ich ihm nach. Schließlich kann auch ein toller Papa nicht perfekt sein!

Schlafen ist schön

Wie man sehen kann, schlafe ich eigentlich gerne. Aber manchmal kann ich leider nicht so gut einschlafen. Aber wenn ich auf einem Arm, Bauch oder Schoß einschlafen darf, ist es leichter. Leider wache ich momentan oft auf, weil ich Bauchschmerzen habe. Dann weine ich meistens. Und strample mit meinen Beinen. Denn Bauchweh sind gar nicht schön. Richtig schön ist, wenn ich mich pumpelsatt gegessen habe und dann einschlafe und keine Bauchweh bekomme. Dann schlafe ich wie ein kleiner Bär. Ein kleiner, zarter Bär.

Mein erstes Bad zuhause

An meinem dritten Tag zuhause habe ich gebadet. Oma hat mich gehalten und ich habe ganz laut geweint. Auch wenn jeder mal baden muss – das war hart an der Grenze! Ich dachte, ich gehe in dieser großen Schüssel verloren! Das war nicht wie in Mama’s Bauch! Da war so viel Platz! Und ich wusste gar nicht, wie um mich geschah! Alle haben versucht mich zu beruhigen. Aber so richtig geholfen hat das nicht. Mir hat viel besser gefallen, als die Oma mir den Rücken gestreichelt hat!