Ein Ausflug in den Meerdaalwoud

Da wir den Mietwagen nach unserer Rückkehr aus Deutschland noch 3 weitere Tage nutzen können und erst Montag abgeben können, nutzten wir die Möglichkeit für einen Ausflug in den Wald. Im Meerdaalwoud, in Oud-Heverlee, südlich von Leuven, gibt es einen Pfad im Wald mit Aktivitäten für Kinder. Der Wald war schön, das Licht herrlich und die Kinder hatten Spaß. András war sehr engagiert dabei mitzumachen (und hinterher dementsprechend müde). Alles lief eigentlich ganz gut, bis wir zu einer Brücke zum Balancieren über einer kleinen „Schlucht“ kamen. Während András mit den Kindern die Brücke ausprobierte, suchte ich nebenher nach Pilzen. Als wir am Weitergehen waren, waren alle drei auf der anderen Seite und ich suchte mir einen Weg zu Fuß durch die Böschung (nicht über die Brücke). Währenddessen, rief András mir zu, Emma wäre weggelaufen und lief ihr hinterher. Als ich auf der anderen Seite angekommen war, war bereits von allen anderen drei Handls keine Spur mehr. Der Richtung folgend, sah ich in ca. 300 m durch die Bäume hindurch die blaue Jacke von András und dann erstmal nichts mehr. Auf gut Glück folgte ich der Richtung. Ab und an hörte ich Stimmen. Nach einer Weile fragte ich mich, ob ich denn nun die richtige Richtung eingeschlagen hatte und fand dann zum Glück die drei. Was war passiert?

Emma wurde gebeten, vorsichtig bei der Brücke zu sein und das gefiel ihr so sehr nicht, dass sie sich ohne einen Kommentar auf und davon machte. András sah sie glücklicherweise laufen und lief hinterher. Nachdem er sie rief, blieb sie keineswegs stehen sondern lief weiter. Jegliches „Stop“ war sinnlos. Albert rannte ihr nach, sie blieb nicht stehen. Dann hatte András sie irgendwann eingeholt. Mir erklärte sie vehement, sie wollte nach Hause und sei zum Auto gelaufen. Außerdem sei sie schon groß allein im Wald zu laufen und sie rieche so gut wie eine Katze oder Hund (soll heißen, dass sie so ihren Weg findet). Sie war fest davon überzeugt, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Mehrmaliges Erklären und Einschärfen, alleine im Wald – zumal noch dann, wenn es dunkel wird – ist eine ganz schlechte Idee. Ob das angekommen ist? Bin mir nicht sicher…

Sicher bin ich mir aber, dass ich sehr froh bin, dass wir Emma gefunden haben, noch vor Anbruch der Dunkelheit und dass wir letztendlich auch den Parkplatz wiedergefunden hatten – auch noch knapp vor dem Untergang der Sonne. Ohne Funkempfang und ohne Waldkenntnis hätte das unangenehm im Dunkeln werden können…

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