Problem

Wir kommen vom Kindergarten nach Hause. Papa ist noch unterwegs. Albert realisiert, dass Papa nicht da ist und sagt, als wir vor unserer Wohnungstuer angekommen sind: „Ich habe ein Problem! Weil Papa nicht da ist!“

Da kann sich jemand sehr gut ausdruecken…

Etappe

Die letzten 2 Wochen haben wir Albert immer wieder sehr ermutigt, die Toilette auch fuer ausfuehrlichere Geschäfte zu benutzen. Leider ohne Erfolg. Wir haben sogar ein System eingefuehrt, bei dem er, je nach Art des Geschäftes, einen Aufkleber bekommt. So wird unsere Toilette nun von Giraffen, Elefanten, Schafen und allem möglichen Gruenzeug geschmueckt – und nach jeder erfolgreichen Kleinerledigung kommt ein Getier hinzu. Fuer die grösseren Etappen gibt es allerdings etwas besonderes: einen Aufkleber von Thomas (dem Zug) und seinen Freunden. Seitdem wir ihm diese Aufkleber gezeigt haben, hat er immer wieder erwähnt, unter welchen Umständen er einen bekommt. Aber da grössere Angelegenheiten nicht so leicht auf einem komischen Gefährt wie einer Toilette auszufuehren sind, hatte er bislang keinen Erfolg gehabt.

Heute allerdings kam völlig unerwartet der Durchbruch mit einem ersten Gelingen. Alle waren stolz. Albert durfte sich einen Aufkleber von Thomas und Co aussuchen und klebte Cranky, den Kran, stolz auf den WC-Deckel. Später sass er in der Badewanne und sagte „Ich freue mich! Ich habe einen Aufkleber von dem Kran bekommen!“

Mal sehen, wie schnell der Rest der Schienenfahrzeuge auch noch ihren Standpunkt auf das (manchmal) stille Örtchen verlegen!

Männer und andere Leute

Albert kommt ins Wohnzimmer, tippt auf sich selbst und sagt: „Albert ist ein Mann!“.

„Und was ist die Mama?“, frage ich interessiert. „Ein Leut!“, antwortet er mit wissender Miene.

Da haben wir es also. Unsere Familie besteht aus zwei Männern und einem Leut. Na gut.

Ich werde mal darüber nachdenken…

Luft, Naitilus und Wollfische

Ich sitze etwas muede auf dem Kuechenstuhl und murmele vor mich hin: „Bei mir ist etwas die Luft raus!“ Albert hört zu und gibt Papa zu verstehen, dass man jetzt das Fenster aufmachen muesse. „Mama braucht Luft!“ Sehr aufmerksam, der junge Mann ;-)!

Albert heisst Naitilus. Nicht Aurelius. Nein, Naitilus („Neitilus“ gesprochen). Wie er darauf gekommen ist, ist völlig unklar. Wir vermuten, dass das Buch mit den Schiffen daran Schuld ist. Auf einer Seite wird ein Schiff mit dem Namen Nautilus versehen. Albert hat das evtl. etwas freier interpretiert und sich selbst mit einem Kuenstlernamen bedacht. Es wird also noch interessant werden mit unserem mysteriösen Mitbewohner! Wer weiss, ob man diesem Naitilus des Nachts auf dem Flur begegnen möchte…

Eines meiner liebsten Wortkreationen von Albert sind die Wollfische. Oder, wenn man es mit anderen Worten sagen möchte, die Goldfische im Teich von Oma und Opa. Hoffentlich werden die regelmässig geschoren, damit die armen Dinger noch atmen können! Man stelle sich verwollte Kiemen vor – schrecklich!!!

Der Meister

Albert liebt – nach wie vor – das Kochen. Heute hat er Gurke fuer einen griechischen Salat geschnitten. Papa hat Streifen vorgeschnitten und Albert hat sie zerkleinert. Wie man sieht, hat er die Schuessel schon fleissig damit gefuellt! Die Konzentration ist nicht zu uebersehen…