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Heute haben wir Wäsche gewaschen und die Handtücher sind noch nicht wieder im Badezimmer. „Mama“, sagt Albert als er duschen gehen will, „ich brauche noch das weiße Dingsda (Vorleger) zum drauftreten.“ Und mit dem Blick auf die leeren Flächen ohne Handtücher meint er “ Irgendwie ist das ganz schön ausgeraubt hier.“

Papa liest Emma ein Buch auf Schwedisch vor. „Nem! Deutsch!“ ruft sie dann.

 

Seifenblasengeschichten

Emma ist momentan verrückt nach Seifenblasen. Und damit macht sie mich manchmal auch etwas verrückt. Denn wenn nicht sofort, auf der Stelle die Seifenblasen gemacht werden können mit dem RICHTIGEN Behälter, dann gibt es schonmal den ein oder anderen Tobsuchtsanfall. Da wird geschrien und gehauen, Sachen umhergeworfen, gezogen, geschubst und was nicht noch alles dem starken Willen Ausdruck verleiht. Obwohl ich theoretisch gut genug weiss, wie man sich am besten verhalten sollte oder nicht, bin ich doch oft genug machtlos, wenn die Müdigkeit oder die vielen Dinge, die es zu tun gibt, sich vermischen mit einem Wutanfall. Besonders wenn der Papa für ein paar Tage im „belgischen Exil“ ist. Zum Glück wird er in ein paar Stunden wieder da sein. Denn wenn sich die Wutanfälle auf zwei Personen verteilen, dann wird alles leichter. Fast so leicht wie Seifenblasen.

Im Licht sein

Obwohl es doch auch noch überraschende Schneefälle geben kann, macht sich der Frühling bemerkbar. Wenn die Sonne im Norden scheint und der Winter (fast) vorbei ist, dann ist es wirklich hell. Gleissendes Licht, könnte man sagen. Ich finde es überwältigend und bin mir sicher, diesen Teil von Schweden werde ich in Belgien schwer vermissen. Aber noch liegen gut 3 Monate vor uns bevor wir uns Richtung Flandern begeben und bis dahin, das verspreche ich mir, werde ich noch die Sonne geniessen – wenn sie zu sehen ist. Spielplatzminuten wird es sicher noch sehr viele geben!

Judo

Seit letztem Herbst geht Albert einmal pro Woche mit Papa zum Judo. Albert judo-t, Papa versucht zu arbeiten. Albert hat schon viel gelernt und nereits die erste Judoprüfung hinter sich. Da hat er sich einen gelben Streifen am Gürtel verdient. Am Samstag, Papa’s Geburtstag, gab es einen Judowettkampf und Albert wollte gerne teilnehmen. András hat das Ereignis gefilmt. Es gab 4 Runden, von denen Albert 2 gewonnen hat. Zweimal hat er mit Jungen, zweimal mit Mädchen gekämpft. Eine Runde hat er verloren und eine weitere Runde war mehr oder weniger unentschieden. Gut gemacht, Albert!

Nachdem er die erste Runde verloren hatte, hat Papa ihm das Video von dem Kampf gezeigt und ihm gesagt, was er besser machen könnte beim nächsten Mal. In der nächsten Runde konnte Albert das dann auch gleich umsetzen.

Am Ende gab es ein Zertifikat. Albert war, wie man sieht, sehr stolz. Papa auch!

Wir planen auf jeden Fall, Albert in Leuven auch die Möglichkeit zu geben, mit Judo weiterzumachen. Das hilft bei der Koordination, dem Körpergefühl und macht ihm auch wirklich Spass. Nun überlegt Papa, ob er nicht auch mitmacht…

Beim Abendessen

Albert isst die dritte Portion Pasta. Völlig aus dem Blauen heraus meint er: „Ich glaube….ich glaube Gott steuert mein Gehirn.“ Ich antworte „Dann muss ich mal beten, damit dein Teller schneller leer wird.“ Daraufhin Albert: „Nein, das kann ich auch so (ohne dass du betest)!“

Prima. Wir haben Theologie und Psychologie in Nullkommanix kombiniert und abgehakt. Das war sehr einfach!

PS: Zwei erfolgreiche Toilettenrunden bei Emma, trotz einem langen Kitatag (noch mit Windel) und einer kürzeren Zeit zuhause. Die Bächlein fliessen günstig! Ich bin sehr zufrieden, das ist bislang der Rekord!

 

 

Wir lesen

Emma und Mama lesen. Lauschen wir mal rein…

Zur Erklärung. Um Emma die Sache mit dem „Trockenwerden“ zu erleichtern, borge ich fleissig Bücher in der Bibliothek aus, die sich mit dem Thema beschäftigen und irgendeine Geschichte dazu liefern. Bei einem Buch, was ich eigentlich fast ein bisschen doof finde, hat Emma total angebissen. Vielleicht besonders, weil es am Ende des Buches eine kleine Spiegelfläche gibt und der Hase, der Haupttopfgeher im Buch fragt: „Mhm, mir scheint als fehlt hier noch jemand….(der noch nicht auf dem Topf sitzt). Bist das du?“ Und Emma schaut mit einer unglaublichen Begeisterung in den „Spiegel“ im Buch und findet sich (oder Mama). Der Hase lädt dann auch Emma ein zum Topf zu kommen und dort ein Weilchen zu sitzen. Meist ist unsere Topfrunde (oder vielmehr Toilettenrunde) dann schon beendet, weil das Buch immer vor dem Schlafen gelesen wird. Emma findet die Sache, dass sich eine interessante Kombination von Tieren vom Picknick im Grünen erhebt und sich Richtung Topf begibt sehr charmant. Wir benennen jedes Tier und schauen zu, wie sie zu ihrem individuellen Topf laufen und dort sitzen oder auch mal runterfallen. Zu diesem „Topfclub“ gehört auch der Triceratops(dino). Ich wollte mal testen, ob sie „Triceratops“ lernen kann. Kein Problem. Und, wie man hört, findet sie das Wort sehr amüsant. Ich auch…besonders wenn Emma es artikuliert!

Lieblingsmüsli

Eine Entdeckung. Und was für eine. Ein Knuspermüsli, das so gut schmeckt, dass ALLE in der Familie Fan geworden sind. Und das kommt – besonders bei Papa – nicht so oft vor. Ohne Zuckerzusatz, voll mit gesunden Zutaten, knusprig, knusprig, superknusprig und angenehm fruchtig. Die Trockenfruchtstückchen schmecken wirklich gut und man möchte einfach nicht mehr aufhören. Wie man bei den Bildern sieht, Emma findet das auch. Leider hört man ihr kontinuierliches „Mhmm, mhmmm, mhmmm“ nicht. Wenn sie so klingt, dann schmeckt es ihr wirklich und das Lob nimmt kein Ende. Das Glas wurde gelehrt und zum Glück gab es noch eine neue Packung im Schrank…