Es war ein ruhiger Tag, eine Art Ruhepause nach dem Ausflug nach Ravenna gestern. Erst am Nachmittag haben wir die klimatisierte Wohnung verlassen um uns eine Kirche anzusehen, einen Kaffee zu trinken und ein Spielzeuggeschäft zu bestaunen. Gekrönt wurde der Spaziergang selbstverständlich mit einer Portion Eis.
Ansonsten wurden Kartenhäuser gebaut. Albert baute eine ganze Verteidungsanlage und in Verbindung mit meinem Kartenturm wurde der Esstisch komplett eingebaut. Ausserdem bemühte sich Albert, Emma Mathematik beizubringen – mit mäßigem Erfolg. Er erstellte sogar ein Hausaufgabenblatt für Emma, was sie zwar hochmotiviert entgegennahm, jedoch zeigten sich beim Erledigen der Hausaufgaben die zu erwartenden Schwierigkeiten. Denn auch wenn man statt Zahlen Melonenstückchen aufmalt und Emma sogar das „Plus“-zeichen versteht, so gibt es doch gewissen Probleme, wenn 4-jährige versuchen Additionsaufgaben zu erledigen. 3 plus 2 ist natürlich mit Zählen der Melonenstückchen auch zu schaffen, aber es gibt doch gewisse Verwirrungen, was nun eigentlich zu zählen ist und was dann dabei rauskommt.
Auch beim Uno-Spielen wird offensichtlich, dass 4-jährige doch im Nachteil sind. So lange sich die Frustration in Grenzen hält, lassen wir die beiden ihre Exkurse machen. Denn nun, wo sie nur sich haben, sind sei gezwungen miteinander Zeit zu verbringen und Wege zu finden, miteinander zu spielen. Und das finde ich eine grossartige Gelegenheit. Natürlich spielen wir auch mal einzeln mit den Kindern, aber das klappt dann doch auch nicht ständig.
So viel also zu heute. Auf den Bildern sieht man das grossartige Chorgestühl der Kirche, die wir besucht haben. Erwartet hatte András relativ wenig, wollte nur mal kurz reinschauen und dann entdeckten wir das Chorgestühl und die Intarsienarbeiten…und so wurde doch ein Weilchen draus. Emma durfte eine Kerze anzünden und Albert bekam genauere inhaltliche Infos von Papa zum Chorgestühl.
Und auf dem Rückweg legte Albert einen Arm um Emma’s Schulter. So schön!
PS: Albert hat sein Kartenkunstwerk (die Mauer) selbst fotografiert. Echt cool!