Albert war in Ungarn ein bisschen krank. Emma wollte gerne Krankenschwester sein und der Papa hat Albert durchgeknuddelt…
Albert war in Ungarn ein bisschen krank. Emma wollte gerne Krankenschwester sein und der Papa hat Albert durchgeknuddelt…
Trarira, der Sommer ist nicht mehr da…so oder so ähnlich könnte der Wahlspruch lauten. 18 Grad, Wind, mal Regen, mal Sonne. Aber immerhin, so gibt es weniger Fotos zu machen. Und damit diese Seite nicht weiterhin inaktiv bleibt, habe ich heute 615 Fotos des Sommers (kaum) bearbeitet. Jetzt bleibt noch das Sortieren und Posten. Also bitte noch ein bisschen Geduld, aber sie kommen, die Fotos, sie kommen…
Nun ist sie schon fast 19 Monate und ich wollte eigentlich bereits bei der 18-Monate-Marke einen Eintrag gemacht haben. Aber sie hält uns auf Trab, die nicht mehr so kleine Miss Mini, so, dass mir meist die Puste und Ernergie für Blogeinträge fehlt. Dennoch schnell ein paar Zeilen.
Mit 10.5 kg und 83 cm ist Emma immer noch ein bisschen größer und ein wenig leichter als der glatte Durchschnitt. Sie klettert so schnell auf Tische und Bänke, dass man sich kaum einen Augenblick fehlender Aufmerksamkeit erlauben kann. Sie klettert über eine Stange in Hüfthöhe, schiesst beim Laufen einen Ball vor sich her und kann mit etwas Hilfe Treppen steigen. Eigentlich kann sie ohne Probleme am Geländer selbst nach oben gehen, allerdings ist die Treppenhöhe bei uns im Haus nicht an ihre Größe angepasst. Sie kann knapp so etwas wie eine Vorwärtsrolle machen und versucht zu hüpfen. Eine Rakete, die junge Dame!
Ihr Wille und ihre Dickköpfigkeit sprechen Bände und wenn ihr etwas nicht gefällt, wird gehauen, getreten, gekniffen, gebrüllt und den eigenen Kopf auf den Boden gehauen. Anziehen lässt sie sich von mir eher selten, dass ist Papasache. Bei mir wird allerdings immer noch Stillen eingefordert, wenn es sein muss, dann mit Getöse und Posaunen. Im Sommer wird sich das allerdings ändern, da möchte ich gerne mit dem Stillen aufhören.
Sie hat eine erstaunliche Konzentration und kann in Suchbildern so gut Dinge finden und auch zielstrebig nach etwas gefragtem Suchen, es ist kaum nötig, sie ein zweites Mal zu fragen, wo der Hase ist – sie sucht das Bild so lange ab, bis sie ihn gefunden hat. Und da reden wir jetzt über eine DinA4 Doppelseite und größer voll mit einzelnen Tieren und Objekten. Sie hilft gerne und möchte Dinge selbst in die Hand nehmen, meist wird sie sehr ärgerlich, wenn das nicht geht! Still Sitzen beim Essen oder überhaupt Sitzen ist nur sehr kurz möglich, oft ist es so, als ob sie einen Hampelmann verschluckt hätte!
Sie kann schätzungsweise 15 bis 20 Worte in sowohl Ungarisch als auch Deutsch und kann auch Schwedisch schon ganz gut verstehen. Ihr momentaner Liebling ist der Hase (Hasi auf Deutsch und nyuszi auf Ungarisch), den sie „Wussi“ nennt. Es ist so süß, wenn sie durch die Wohnung rennt und „Wussi, wussi!“ ruft und auf ihr Kleid mit Hasenapplikation zeigt!
Hier sind noch ein paar mehr Worte. Sehr oft spricht sie spontan Worte nach und man merkt deutlich den „vocabulary spurt“, eine Art Wortschatzexplosion, die klassisch um 18 Monate herum liegt.
Ungarisch: Api (=Albert), Papa, Mama, Emma, épit (langes i), ház, maci, nyuszi, iszi, eszi, baba, paci, sisa (sisak), bibi…mehr fallen mir gearde nicht ein, aber es gibt noch mehr!
Deutsch: Api, Mama, Papa, Emma, ab, aus, auf, Ball, Baby, Hasi, Tatz (Katze), Wauwau, Datti (Danke), Opa, Hiha (Schaukeln), anzieh (anziehen), auszieh (ausziehen), Amnbadn (Abendbaden), Lala (Musik), Popo, Arm, Pipi, Nasi (Nase), Heia, Hi (=Hallo), Aua, da, Bär
Sie baut zunehmend mit Duplo Lego und ist sehr stolz, wenn sie es schafft, die Steine zusammen zu setzen. Da ist dann schon der ein oder andere Applaus fällig, sei es von Mama oder Papa oder von ihr selbst! Zwar zerstört sie Gebautes auch gerne noch, aber das ist nicht mehr so die Regel, wie es vor einigen Monaten noch der Fall war.
Emmas Lebenselixier ist Bewegung – und die vor allem draussen. Das Motto lautet: „Je mehr raus, desto besser!“ Abwechslung ist ein Muss und meist ist die Situation entspannter, wenn man mit ihr einen Ausflug macht als wenn man zuhause bleibt. Zwar braucht sie genauso ihr Lesen und Bauen, aber eine ordentliche Portion umherrennen, schaukeln und klettern ist unbedingt nötig! Der Kindergarten, wo sie jeden Tag 5 bis 6 Stunden ist bringt ihr genügend Abwechslung und man könnte fast meinen, sie könnte ohne Probleme auch länger dortbleiben. Sicherlich wird das ab Herbst auch der Fall sein!
Zusammengefasst ist das Leben mit Emma weiterhin nicht langweilig, es bleibt bunt und quirlig, herausfordernd, manchmal waghalsig und auch immer wieder zuckersüß!
Albert entdeckte vor einigen Tagen gelbe Blumen vor dem Haus. Er erklärte mir, dass daraus später dann „Bläserblumen“ werden. Dass die Blumen Löwenzahn heissen, wollte er gar nicht glauben, denn die Sendung mit Peter Lustig heisst ja so… Nach einem klärenden Gespräch war er jedoch einverstanden.
Kürzlich stellte er ausserdem fest, dass meine Haut um die Augen herum aussieht wie Elefantenhaut. Allerdings nicht so grau.
Bei einem Standard-Elterngespräch in der Schule wurde uns gesagt, dass Albert ein sehr gutes Gedächtnis hat (sicherlich nicht von seiner Elefantenmama) und ausserdem sehr kluge Fragen stellt. Er macht seine Aufgaben gut und ist auch beim Sport eifrig dabei. Einziges Manko ist die Tatsache, dass er sich manchmal nicht einer einzigen Sache widmen kann, wie zum Beispiel beim Anziehen. Meist kombiniert er das mit Reden, was bedeutet, dass ein simples Anziehen durchaus mal dauern kann. Weil das bei uns am Morgen auch regelmässig der Fall ist, gibt es jetzt eine Küchenuhr. Die hilft durchaus etwas dabei, dass Albert, der zwar am nahesten an der Schule wohnt aber dennoch ständig spät kommt, nicht immer der letzte ist.
…bevor Emma hinter’s Sofa fiel, Albert anfing zu schimpfen und das Kueche aufräumen zum Balanceakt wurde…