Am ersten Feiertag

Wir haben das Feiern und Geschenke auspacken fuer Albert gleichmässig verteilt, so dass er sich mehrere Tage lang freuen kann (und an jedem Tag nur ein Geschenk bekommt).

So hat er sich am heiligen Abend sehr ueber die Feuerwehreisenbahn gefreut und hat den ganzen Abend die Sirene ertönen lassen! Am darauffolgenden Tag hat er ein (extra von Papa ausgesuchtes) Spiel bekommen – ein Brettspiel, das eigentlich erst ab 4 Jahren ist, aber er mit ein bisschen Hilfe gemeinsam mit uns spielen kann. Wuermer bohren sich durch die Erde. Wer es schafft, seinen Wurm am schnellsten länger werden zu lassen, hat gewonnen.

Ich habe fast einen Besen gefressen, als Albert haushoch gewonnen hat. Der hatte einfach so viel Glueck beim Wuerfeln, dass wir beide Erwachsenen kopfschuettelnd vor unseren Wuermern knieten und und fragten, ob der Wuerfel manipuliert sei…

„Valedi!“

Gerade brüte ich über der Korrektur von András seinem Thesenpapier was er bald an einen Professor in Deutschland in Vorbereitung ihres Treffens schicken möchte. Mir fallen vor lauter Märtyrern, Konzialisierungen und Häresien fast die Augen zu.

Doch da dringen bekannte Laute aus der Küche an mein Ohr. Was ich nicht sehen kann, fügt sich in meinen Gedanken zu einem durchaus amüsanten Schauspiel zusammen: Ein nackt im Kreis rennendes Kleinkind, dass, mit den Armen wie ein Huhn flatternd, lauthals schreit. Hinter ihm läuft ein leicht ermüdeter (wen wundert es nach einem fast vollständig durchgearbeiteten Sonntag!) männlicher Erwachsener, der das Szenario mit den Rufen „Baledi!“ bereichert. Albert fügt diesem ein sattes „Valedi!“ hinzu.

Sollte jemand diese allabendlichen Begebenheiten beobachten, unser Geisteszustand könnte durchaus kritisch beurteilt werden. In den meisten Fällen sieht man mich klatschend hinter Albert laufen, beinhahe anbetend kreisen wir um den Plastik(pipi)topf, der in der Mitte steht, fuer den Fall, dass jemand davon Gebrauch machen möchte (in den meisten Fällen Albert).

Gewöhnlich verringern sich unsere kognitiven Leistungen nach dem täglichen Abendessen rapide und werden unweigerlich auf dem Level von „Valedi!“ und „Gabbeledi!“ arretiert. Wen wundert es, dass mir da der Sinn nicht so recht nach Märtyrern und der Doktorarbeit meines Haustheologen steht…. ;-)!

Drinnen spielen

Am Wochenende spielt Albert oft mit Lego. Hier besteigt der Legomann den Besenstiel!

Albert hat sich ausserdem eingecremt mit der Wind- und Wettercreme, die er letztes Jahr von Oma bekommen hat. Das hat er von Papa gelernt. Vor dem Spiegel wird die reichhaltige Creme mit dem Zeigefinger ins Gesicht transferiert. Ebenmässige Verteilung nicht vorgesehen!

Stockholm und Martinsumzug

Gestern waren wir in Stockholm und haben….

…den Wachwechsel am Königlichen Schloss gesehen

…leckeren Fisch zum Mittag gegessen (allerdings war das Vergnuegen etwas geschmälert dadurch dass Albert nicht wirklich ruhig sitzen konnte)

…eine Laterne gebastelt in der deutschen Kirchgemeinde und später am Martinsumzug teilgenommen

…die Schiffe am Hafen bestaunt (aus einem Schornstein kam sogar Rauch – wie toll fuer Albert!)

…einen 20-30 Meter hohen (noch ungeschmueckten) Weihnachtsbaum am Hafen bestaunt

…die vielen Lichter, die schnuckeligen engen Strassen und die tolle Atmosphäre genossen

…uns gefragt wieso wir so selten nach Stockholm fahren – wenn wir dort sind, atmen unsere Seelen auf (Land ist schön, aber eine Halb-Stadt wie Uppsala ist weniger berauschend)

…auf dem Flohmarkt etwas Tolles erstanden

…auf dem Spielplatz gespielt

…und insgesamt einen durchaus ermuedenden aber sehr schönen Tag gehabt!

Albert war so begeistert vom Laternenbasteln und so stolz auf seine Laterne – das hat uns richtig Spass gemacht, ihm zuzusehen!