Es ist Morgen. Emma in der Küche, ihr Tee ist vorbereitet und nun wird sie ihren Teelöffel nehmen um einen kleinen Berg Honig aus dem Honigglas zu schaufeln und ihn in der Tasse zu versenken. Honig muß sein. Sonst gibt es Geschrei und Getränkverweigerung. Und dafür ist vor der Schule – neben den anderen häufigen Verweigerungen – nun nicht auch noch Zeit. Ich renne nach oben zu Albert um ihn zu wecken. Es ruft aus der Küche. Kaum bin ich wieder dort, sehe ich ein recht fröhliches Kind, dessen Hände aus dem Honigglas schauen, dick bedeckt mit der gelben schmierigen Masse. Ich verschlucke – außnahmsweise – die Meckerei und hole die Kamera. Emma beschwert sich, daß die Hände kleben. Man muß dann auch noch unerhört lange Hände waschen um alles abzukriegen. Ob diese Tatsache wohl eine weitere Honig-Hand-Packung verhindern wird?
Haus Nr 27 in der Kürbissaison
Wer einen Opa mit grünem Daumen hat, hat Glück. So wie Albert und Emma. 3 sehr schöne Kürbisse wurden uns im August geliefert und Nr 2 und 3 fielen in den letzten Tagen dem Küchenmesser zum Opfer. Nr 2 endete in einer leckern Kürbissuppe. Nr 3, der kleinste von allen, steht jetzt im Vorgarten und leuchtete heute Abend eventuellen Passanten heim. Albert war Feuer und Flamme. Das erste Mal, daß wir einen Kürbis bearbeiten im Halloween-Stil. In der Schule wird Halloween nicht gefeiert und auch zuhause erfreut sich das Fest bei den Erwachsenen keiner besonders großen Beliebtheit, aber so ein bißchen mit den Kindern mitziehen…warum nicht. Haus Nr 27 jedenfalls liegt seite heute voll im Trend.
Seifenblasen im Garten
Im Geburtstagsfieber
Am Freitag, also gestern, war Emma bereits im Geburtstagsfieber. Das lag vor allem daran, dass ich aus praktischen Gründen das Feiern in der Schule auf den Freitag statt den Montag legen wollte. Denn wer will schon nach einem Wochenende mit den Kindern am Sonntagabend um 23 Uhr noch Muffins backen und verzieren? Das war dann am Donnerstag doch besser ;-).
Nachdem es am Freitagmorgen einen ordentlichen Wutausbruch gab – erst von Emma, dann von mir – lief danach in der Schule alles wie geschmiert. Um 15:45 stolzierte eine sehr stolze gekrönte Emma aus dem Klassenzimmer, in der einen Hand einen grünen Luftballong mit einer ordentlich großen 3 drauf, in der anderen eine Tüte mit einer Miniseifenblasendose und einem Stift mit Schmetterlingsradiergummiaufsatz (meine Güte…ist das ein Wort?!?). Die Freude wurde nur dann etwas getrübt, als der Luftballong nach dem kurzen Plausch mit der Nachbarin dem Hagebuttenstrauch zum Opfer fiel. Das Erlebnis war so nachhaltig, dass der grüne Fetzen des Luftballons dann noch einige Male an den Dornen angebracht werden musste. Albert stellte sich bereitwillig zur Verfügung, bei dieser Unternehmung unterstützend zur Seite zu stehen.
In den leeren Plastikdosen mit denen ich die Muffins transportiert hatte, waren nur noch Krümel zu finden und es schien, als ob sich die Kinder in der Schule barmherzig darüber hergemacht hätten. Alles in allem, der Schulgeburtstag war ein wirklicher Erfolg!
Herbst im Holunderweg 7?
Nein. Fast. Herbst in der Koningin Elisabethlaan 27. Papa ist in Rom und wir wurschteln uns durch. Es gibt immer viel zu tun! Sonnige Momente gab es in den letzten Tagen und nach der Schule haben wir uns um Garten und Vorgarten gekümmert. Hier ein paar Impressionen.
Happy number 3, Emma!
Etwas dunkel auf den Fotos, aber die Freude ist nicht zu übersehen! Ein Anruf von Papa aus Rom, gefolgt von Kuchen und Geschenken. Eine Krone durfte auch nicht fehlen. Alles Liebe zum Geburtstag, Emma!
Der Daumen
Es geht ganz schnell. Albert will die Terassentür schließen. Emma fängt an zu schreien. András brüllt „Stop! Albert, stop!“. Emma schreit lauter, Albert ist verschreckt, entschuldigt sich gleich zweimal hintereinander. Nein, Emma’s Daumen einklemmen, das wollte er nun wirklich nicht. Sie hatte ihre Hand in dem Ritz an der Scharnierseite der Tür und den Daumen hatte es erwischt, der wurde heftig gequetscht. Emma’s Daumenspitze ist dunkel an der Innenseite, schwillt an, sie brüllt und berühren darf man den Daumen auf keinen Fall. Kühlen ist nicht möglich. Was nun? Erst einmal beruhigen, Mama’s Schoß und Nucki. Wir ziehen Emma an, András ruft im Krankenhaus an und fragt, ob es gut wäre, vorbeizukommen. Die Frau am Telefon meint, er solle ruhig kommen. Er schwingt sich auf’s Fahrrad und fährt mit Emma durch den strömenden Regen zum Krankenhaus.
Kein Bruch, aber der Arzt meinte, es sei gut gewesen, daß sie da gewesen waren, denn bei inneren Verletzungen an den Fingern kann es schnell zu Entzündungen kommen, die sich dann auf der Hand ausbreiten können. Außerdem kann man meist selbst nicht feststellen, ob evtl. ein Muskel abgeklemmt wurde. Weil die Kinder unter Schock stehen ist es meist auch nicht so aussagekräftig, sie zu bitten, die Finger zu bewegen. Also war der Besuch im Krankenhaus eine gute Maßnahme.
Die Wartezeit war kurz, das Personal nett und kompetent. Emma war wohl etwas verschreckt, als der Arzt kam, aber letztendlich bekam sie keine Spritze sondern ein Schmerzmittel mit nach Hause, das nach Erdbeeren schmeckt. Außerdem bekam sie eine Plastikspritze geschenkt, weil sie so gut mitgemacht hat. Wie man sieht, ist sie darauf sehr stolz..