Haarschnitt

Heute wurde die Scheere bzw. der Bartschneider geschwungen. Nicht perfekt, aber ich bin trotzdem zufrieden! Albert kam das letzte Mal so kurzgschoren und mit buntgefärbten Haaren vom Friseur, dass ich mir dachte, es wäre doch mal wieder einen Versuch wert. Der Friseur hatte Albert falsch verstanden und ihm gruenen und pinken Haarschaum in die Haare gemacht. Daraufhin war der arme Albert so ungluecklich geworden, dass er sich unter einem der Tische versteckt und geweint hatte. Das gab es dieses Mal definitiv nicht :-)!

Ostern in Kvarngärdet

Der Osterhase ist bei uns ein Wunderhase, der es mit Leichtigkeit schafft, einen Satz auf den Balkon der 1. Stockes zu machen und unseren Kindern ein Ostergeschenk zu hinterlassen. Man bedenke, dass derselbe Hase auch keinerlei Probleme damit hat, eine Box mit einem Laufrad an selbige Stelle zu liefern. Ich bewundere die Kondition. Sollte mir bei Gelegenheit einmal ein Beispiel nehmen! Die Kinder waren angetan von dem Hasen und den Geschenken und Albert hatte dem Gesellen sogar ein Bild gemalt. Vorher hatte er mich gefragt, ob er dem Hasen denn ein Bild davon malen sollte, wie Jesus aufgehangen wurde. Ich hatte Schwierigkeiten, eine passende Antwort zu finden.

Albert fand, dass der Hase zwei hervorrangende Packungen Pokemon-Karten gebracht hatte und Emma war sehr zufrienden mit dem Laufrad. Besonders allerdings beschäftigte sie der Osterhase. Denn als ihrer bereits in kleinen Stuecken in einer Plastikdose war, da befand sich Albert’s Hase noch in einem intakten Zustand. Das war unakzeptabel. Nur mit Schwierigkeiten durfte Albert seinen Hasen essen.

Tatsächlich gibt es hier in Kvarngärdet (dem Stadtviertel, in dem wir wohnen) zwei Hasen, die in regelmässigen Abständen mal am Haus vorbeihoppeln. Es scheint also viel zu tun zu geben, hier. Ob der wohl in den dunklen Herbstnächten uebt, auf Balkone hochzuhuepfen?

Ach ja, Ostern fand fuer uns eindeutig im Norden statt – es gab Lachs und Schnee.

Her mit der Farbe!

Emma L-I-E-B-T es zu malen und ob es nun Ostereier sind oder nicht, das Motto lautet immer „Her mit der Farbe!“. Selbstverständlich kann sie da so noch nicht sagen, aber das Persönchen kann sich auch halb-verbal sehr genau ausdrücken. Das Ostereiermalen war das reinste Chaos. András war mit dem Kuchenbacken beschäftigt und ich versuchte gleichzeitig Eier auszublasen, Farbe auszuteilen, Wasser zu wechseln, Eier auf Stäbe aufzustecken, Chaos einzudämmen und nebenher auch noch mal schnell ein Bild zu machen. Kaum fertig, rannte Emma mit Händen voller Farbe in das Wohnzimmer um hinter dem Sofa eine Pfütze auf den Boden zu machen. Nein, es war keine Wasserpfütze. Nachdem alles einigermassen weggeräumt war, wir das Mittagessen beendet und Emma im Bett war, landeten beide Eltern erst einmal völlig erschlagen auf Sofa oder Bett. Pause. Ohne Farbe. Ohne Pfützen. Ohne Geschrei. Ruhe. Her mit der Ruhe!

Fjällnorra im April

Der Frühling kann sich nicht entscheiden, ob er nun kommen mag oder doch lieber wegbleiben möchte. Bei um die Null Grad machten wir gestern einen Auflug nach Fjällnorra, dem See, den wir wahrscheinlich schon in mehreren Jahreszeiten hier verewigt haben. Man kann anhand der Bilder immer nachvollziehen, wann wir ein Auto gemietet oder ausgeborgt hatten – denn meist resultiert das in einem Fjällnorra-Ausflug. So auch gestern. Es war wirklich kalt aber es war auch angenehm ruhig dort, nur ein paar wenige Menschen waren noch unterwegs. Die Knospen sind da, ein paar Blümchen finden sich schon…jetzt warten wir, wie jedes Jahr, voller Sehnsucht auf das plötzliche Einschlagen des Frühlings…

PS: Bitte unter der Gallerie einmal „umblättern“ auf Seite 2!

PS.S: Die Bilder sind wieder unbearbeitet – technische Probleme weiterhin erschweren die Bildbearbeitung – also nicht „geschönt“. So sieht es aus, wenn sie direkt aus der Kamera kommen…mal ein bisschen hell, mal ein bisschen dunkel. So wie das Leben :-).

 

Kommentare

Heute haben wir Wäsche gewaschen und die Handtücher sind noch nicht wieder im Badezimmer. „Mama“, sagt Albert als er duschen gehen will, „ich brauche noch das weiße Dingsda (Vorleger) zum drauftreten.“ Und mit dem Blick auf die leeren Flächen ohne Handtücher meint er “ Irgendwie ist das ganz schön ausgeraubt hier.“

Papa liest Emma ein Buch auf Schwedisch vor. „Nem! Deutsch!“ ruft sie dann.

 

Seifenblasengeschichten

Emma ist momentan verrückt nach Seifenblasen. Und damit macht sie mich manchmal auch etwas verrückt. Denn wenn nicht sofort, auf der Stelle die Seifenblasen gemacht werden können mit dem RICHTIGEN Behälter, dann gibt es schonmal den ein oder anderen Tobsuchtsanfall. Da wird geschrien und gehauen, Sachen umhergeworfen, gezogen, geschubst und was nicht noch alles dem starken Willen Ausdruck verleiht. Obwohl ich theoretisch gut genug weiss, wie man sich am besten verhalten sollte oder nicht, bin ich doch oft genug machtlos, wenn die Müdigkeit oder die vielen Dinge, die es zu tun gibt, sich vermischen mit einem Wutanfall. Besonders wenn der Papa für ein paar Tage im „belgischen Exil“ ist. Zum Glück wird er in ein paar Stunden wieder da sein. Denn wenn sich die Wutanfälle auf zwei Personen verteilen, dann wird alles leichter. Fast so leicht wie Seifenblasen.