Dies ist nun das ketzte Jahr mit dem Kindergarten-Vorsingen auf dem Stortorget zu Valborg!
„Hollys“, so heisst die Marke der Kinderkleidung mit den kleinen Kleeblättchen. Durch Zufall hatte ich mal einen Body auf dem Flohmarkt erwischt in einer kleineren Grösse und – nachdem ich ihn sehr mochte – bin ich den Kleeblättern verfallen. Nun bin ich auf dieses Exemplar im Secondhand-Laden gestossen und konnte nicht widerstehen…
Heute also Welteroberung in Kleeblatt-Design.
Rein in den Bus Nummer 40, der nur ein paar hundert Meter von der Dalagatan entfernt abfährt und nach ca. 15 min ausgestiegen. Dann ist man beim Lappis-Strand, wo wir im letzten Sommer eifrig badeten und gestresste Enten jagten. Dieses Mal gingen wir nicht direkt an den Strand sondern in den Wald nebenan, wo Albert Ameisen beobachtete und mit seinen Gummistiefeln im Wasser watete. Der Frühling erwacht und Emma hat (nach ihrem Erwachen) die Umgebung ordentlich bestaunt. So haben wir den Tag zu dritt (Alberts wöchentlicher Zuhause-bleib-Tag-vom-Kindergarten) gut rumgekriegt.
„Babyclub“ bei Freunden und Emma ist ganz gross dabei…
Wer bei drei etwa gleich alten Babys und drei Müttern ein gemütliches Kaffeekränzchen vermutet, der hat keine Ahnung, was drei Babys für Unregelmässigkeiten und Anstrengungen verursachen. Stillen, Dinge holen, Windel wechseln, Beruhigungsversuche und sonstiges im ständigen Taktwechsel. Mal ist der eine oder andere dabei, ein Baby zum Schlaf zu kriegen. Aber schön ist es trotzdem und suess sind die drei allemal. Jedes Foto wert! Und unsere Gastgeberin-Mama hat mich uns wunderbar verwöhnt!!
Ich kann es kaum fassen. 6 Monate. 6 (!!!) Monate! Das ging entschieden zu schnell! Vor Kurzem maunzte ich herum, dass es ja NUR noch 5 Monate sind, in denen ich mit Emma zuhause sein kann. Etwas Verständnislosigkeit bei Papa. Sind doch immer noch 5 Monate, meint er. Er hat ja eigentlich recht. Aber die ersten 6 sind doch auch so schnell vorbeigegangen! Und nun hatten wir doch in den letzten Wochen und Monaten so viel Doppelstress mit Doktorarbeit und Umzugsdilemma. Sollte da nicht die Zeit eine Ausnahme machen und etwas langsamer vorbeigehen? Naja. Genug Gemaunze.
Meine Liste mit den dringend zu erledigenden Dingen ist lang und es verbleiben wahrscheinlich nur noch 15 von den 30 Minuten, in denen Emma schläft. Wieviele Worte und Fotos lassen sich da wohl hineinquetschen? Ich muss mich wohl kurz fassen.
Emma ist das wonnigste Baby. Klar, sie meckert (und manchmal nicht zu knapp), aber wenn sie lacht, dann trommelt sie die Schneeschmelze in den Bergen zusammen. Sie ißt als ob es kein morgen geben würde – besonders, seitdem sie in (dem von mir so wunderbar günstig erworbenen) ihrem Stuhl bei uns am Tisch sitzt. Essen wir aber sie hat kein Essen, gibt es Beschwerden. Wasser aus der Schnabeltasse trinken klappt noch nicht und so hat die Muttermilch auch noch eine Funktion ausserhalb von dem Beruhigungseffekt bei kleineren oder größeren Katastrophen.
Sie dreht sich jetzt schon gut in alle Richtungen und meckert kaum noch, wenn sie auf dem Bauch liegt – das Ergebnis der letzten 2 Wochen. Sie gibt Quietschlaute von sich, dass die Ohren klingeln, sie blubbert und blabbert vor sich hin, greift – wie immer – mit Vehemenz und lacht herzhaft über ihren grossen Bruder oder irgendwelche Grimassen ihrer Eltern. In der Nacht wacht sie 1-3 Mal auf, je nach Stimmung. Abends schläft sie oft unruhig (vielleicht auch, weil im Wohnzimmer immer noch Licht an ist und wir uns ab und zu bewegen) und so kommt ihre schwere Decke zum Einsatz. Die hatte ich schon vor einer Weile genäht, eine Art Steppdecke mit Reiskörnern drin, die ihr etwas mehr Halt im Schlaf gibt und sie weniger unruhig macht.
So viel in aller Kürze. Emma, du bist famos und halbe Jahr mit dir ist wie im Flug vergangen. Wie es ohne dich war? Keine Ahnung! Ich würde sagen: Unvorstellbar!“
PS: Die Fotobearbeitungssoftware spinnt und lässt mich nicht die Fotos importieren und bearbeiten, die ich will. Na gut, dann halt schnell 3 andere. Probleme müssen irgendwann anders gelöst werden.
Wir sprechen von unserer Freundin, die bei der Deutschen (Kirch)Gemeinde in Stockholm arbeitet.
Albert: „Gemeinde? Was ist das denn? Ist man da gemein oder was?“
Ich konnte mir ein Loslachen nicht verkneifen – nicht unbedingt zur Begeisterung von Albert.