Superman recycle

Albert und ich klären was ein Spitzname ist. Und stellen fest, dass er keinen hat. Gut, dass er da gleich einen in petto hat: Superman recycle. Hä?!?!

Na dann, Superman recycle, ich hoffe, mit dir werden wir demnächst supermäßig recyclen! Ich hätte da so ein paar Vorschläge…wie wäre es, wenn sich die Reihen der „heiligen“, langfristig aufgehobenen Playmobil- oder Legopappschachteln lichten würden?

Bäumchen wechsel dich

Wir hecheln der Zeit hinterher und die Tage vergehen wie im Flug. Ebenso rapide scheint unsere Zeit in Stockholm zu vergehen, denn Ende Mai wechseln wir unser Bäumchen Heim und ziehen zurück nach Uppsala. Nicht, dass wir Uppsala Stockholm bevorzugen würden oder uns in unseren hellen, hohen Räumen die Decke auf den Kopf fallen würde.

Es ist eher so, als dass uns vor einigen Wochen eher der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, als wir Ende Februar hörten, dass wir ausziehen müssen, innerhalb von 4 Wochen. Nach vielem Hin und Her und einigen Nächten mit unruhigem Schlaf, haben wir nun einen unbefristeten Mietvertrag in Uppsala für 75.5 Quadratmeter in Innenstadtnähe. Ironischerweise eine Parallelstrasse von der Bureusgatan, wo unsere erste Station in Schweden war. Dieses Mal jedoch nicht mit einem zerschlissenen Sofa, Linoleumboden und alten Tapeten. Angeblich ist die Wohnung gerade frisch renoviert. Obwohl wir sie nicht ansehen konnten, klingt das doch erst einmal vielversprechend. Kvarngärdet (= der Name des Stadtviertels), du hast uns wieder! Unserer Unsicherheit ist eine unglaubliche Erleichterung gewichen, gemischt mit einer grossen Portion Dankbarkeit. Es geht weiter und auch in 4 Wänden.

Wir sind also entspannter und freuen uns auf die guten Dinge, die Uppsala zu bieten hat. Zum Beispiel einen beinahe schon erschreckend kurzen Weg zur Arbeit für mich. Statt 1.5 Stunden zu Fuss und per Zug brauche ich nun ca. 15 min auf dem Fahrrad. Ausserdem habe ich mittlerweile einige sehr liebe Freundinnen in Uppsala und ich freue mich, sie dann öfter sehen zu können. Alles ist insgesamt ein wenig näher beieinander, was durchaus Vorteile hat. Wasser gibt es in Uppsala allerdings nicht in diesen Ausmaßen, aber Stockholm ist ja nicht weit…

Für wie lange wir bleiben ist ungewiss. Aber zumindest dürfen wir das dieses Mal selbst bestimmen – zumindest in Sachen Wohnraum.

Noch wissen wir nicht, auf welche Schule Albert ab Ende August gehen wird, da die Schulen zentral verteilt werden und man lediglich seine Wünsche angibt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird er aber in einem Radius von 500 m von der Wohnung in die Schule gehen können (wenn nicht noch weniger). U-Bahnfahrten zum Kindergarten fallen somit auch weg.

Nicht zu vergessen, es wird ein Kinderzimmer geben. Das ist der Ort, wo Kinder schlafen (und nicht auch gleichzeitig die Eltern). Das heisst auch, dass ich meinen Schlafplatz im Wohnzimmer (meine Güte, ich schlafe seit 6 Monaten im Wohnzimmer…) aufgeben und gegen einen Platz im Schlafzimmer austauschen werde. Ob Emma dann ab sofort bei Albert im Kinderzimmer schläft müssen wir noch testen, denn momentan wird sie ja noch einige Male in der Nacht wach und ich bin nicht sicher, ob ich es praktischer finde, wenn ich dafür jedes Mal aufstehen und Raum wechseln muss. Ich bin verwöhnt vom Sofa, da reicht ein verschlafener Griff nach links um Emma zu mir rüber zu heben. Mal sehen.

Die Kinder wachsen so schnell, fast schon möchte man meinen sie tun es den Pilzen gleich. Aber das sollte wohl eher in einem anderen Eintrag erwähnt werden.

Jetzt erst einmal hoch mit den Tassen! Adios Stockholm (ich fürchte, wir werden dich vermissen) und Välkommen i Uppsala!

Hier noch ein paar Eindrücke von unserem bisherigen Domizil hier in Stockholm. Damit es uns gut in Erinnerung bleibt…

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