Am Mittag

Heute Mittag gab es kurze Kissenschlachten und Gekullere auf Albert’s Bett (nicht das ehemalige Minizoo-Zimmer). Bis es Zeit war für Miss Mini, ihrem Mittagsschlaf zu erliegen. Da musste Papa mal nachhelfen (als Mama keine Ausdauer mehr hatte). Hinterher gab es eine Stärkung mit Wassermelone.

Und der Minizoo bleibt leer.

 

Minizoo

Wir hatten gestern Abend ein Haustier. Leider kein sehr willkommenes. Dazu muss man sagen, dass unsere Gästewohnung hier in der Budapester Innenstadt sehr nett und sauber ist. Aber fangen wir von vorne an.

Emma hatte gerade getrunken und ich wollte sie auf ihren Platz in die Mitte unseren Bettes ablegen. Dort schläft sie momentan. Oder sagen wir, auf der Seite des Doppelbettes, das sie einnimmt (nachdem Papa ausgezogen ist). Im Dunklen sah ich etwas dort liegen, von dem ich nicht so recht wusste, was es sein sollte, da sie ihren Nuckel bereits im Mund hatte. Bei näherem Hinsehen bewegte sich das Ding recht langsam über das Kopfkissen. Schlechtes Zeichen. Licht an, Emma noch auf meinem Arm.

Schauder. Da war das schwarze Krabbeltier. Schnell zu András ins Nebenzimmer, der Albert gerade zu Bett brachte. Er bestätigte meine Vermutung, dass das, was ich da sah, eine Kakerlake war. Kurz darauf war sie weg und wir auch. Raus aus dem Zimmer und Emma auf dem Sofa zum Einschlafen gebracht.

Gefühlt wären wir gerne auf der Stelle ausgezogen. 3 Stunden später waren wir allerdings etwas schlauer, die Vermieter hatten sich schnell und prompt gemeldet und wir hatten das Schlaflager im Wohnzimmer eröffnet. Ausserdem bekam András auch noch seine Privataudienz bei dem Getier, bevor er es unter dem Schlafzimmerbett verschwinden sah. Wir dachten, es wäre gut, das Licht dort anzulassen (und die Tür zu, obwohl das natürlich völlig egal ist bei einem Schlitz in der Tür und dieser Art von Tieren). Denn veilleicht würde das gute Stück dann auch während der Nacht verkrochen bleiben.

Nach Mitternacht wurde es ihm aber scheinbar zu langweilig und es kam rausmaschiert ins Wohnzimmer. Wo András es aus seinem schnell gesuchten Versteck aufscheuchte und ich es mit seinem Schuh erlegte. Anschliessende Bodenreinigungsaktion mit Getierbeseitigung. Lecker. Wenn es geht, möchte ich das nicht nochmal machen. Es gibt angenehmere Dinge.

Heute erfuhren wir, dass das gute Tier deswegen so langsam und wenig lichtscheu war, weil der Kammerjäger bereits einmal im Treppenhaus Fallen mit langsam wirkendem Gift ausgelegt hatte. Und das Tierlein bereits davon gekostet hatte. Die Vermieter haben die Wohnung heute mit 14 (Babytauglichen) Fallen bestückt, teilweise gereinigt und waren sehr nett und haben uns volle Erstattung angeboten. Erst wollten wir heute Nachmittag wieder fahren aber haben uns dann noch entschieden, noch einmal mindestens eine Nacht zu bleiben.

Das war eine gute Entscheidung, denn hier wütete heute Nachmittag (früher als in der Wettervorhersage) ein Unwetter, was den öffentlichen Verkehr ganz schön gebeutelt hatte und uns wahrscheinlich auf unserer Rückfahrt nach Dunharaszti (wo Oma wohnt) beeinträchtigt hätte. So sind wir nur marginal nass geworden auf dem Rückweg von der Burg in die Stadt.

Höchstwahrscheinlich war das Exemplar ein Einzelstück. Und der Minizoo ist nun leer. Hoffen wir, dass es dabei bleibt.
Das frisch bezogene Bett haben wir trotzdem nicht bezogen, sondern beschlossen, dass es sich auch gut im Wohnzimmer kampieren lässt. Diesmal inklusive Papa. Das ist auch mal ganz nett!

 

Zwischendrin abtrocknen

Nach dem Baden frage ich Albert, ob er sich schon zwischen den Zehen abgetrocknet hat. Er schaut mich mit einer Mischung aus Amusement, etwas Unsicherheit und leichter Bestürzung darüber, dass jemand so eine offensichtlich dämliche Frage stellen kann an und sagt „Aber zwischen den Zähnen kann man sich doch nicht abtrocknen!“

Sprint

Am Montag kam uns Oma Teréz am Abend in unserer Gästewohnung besuchen und wir waren essen in der Hummus bar nebenan. So leckeres Essen! Albert bestaunte die Fladenbrot (Laffabrot)-Herstellung. Wenn es doch bloss jeden Tag solches Brot geben könnte!

Hinterher waren wir noch bei dem Springbrunnen (Albert hatte dieses Mal alle unnötigen Kleidungsstuecke abgelegt), doch leider wurde der nach ungefähr 2 Minuten Spass geschlossen. Albert hat stattdessen noch ein paar Sprint-Trockenuebungen gemacht.