Dieser Eintrag hat lange auf sich warten lassen und bevor Emma noch 10 Monate alt wird, muss ich schleunigst ueber den Lauf ihres Lebens berichten.
Die Veränderungen sind ihr ständig auf den Fersen, mal klein, mal grösserer Natur. Meist bemerken wir sie (wenn vielleicht auch nicht sofort) und sind immer wieder erstaunt darueber, wie schnell alles geht. Nicht dass mich das als Babyforscherin eigentlich ueberraschen sollte, aber so ganzheitlich wie ich mein eigenes Kind betrachte (oder es versuche), tut man das in der Forschung nicht. Oder ich zumindest nicht.
Emma hat ihren Stand weiterentwickelt und ist die ersten Schritte allein gegangen. Immer nur einen, aber dies aus dem Stand und in den Stand (ohne Umfallen etc.). Ich glaube sie könnte eigentlich mehr als das, aber sie geht lieber auf Nummer sicher und krabbelt ans Ziel. András meint auch, dass sie wahrscheinlich mehr könnte, denn er hat sie im Drehen einen Schritt machen sehen. Und das ist ja nochmal etwas kniffliger.
Sie liebt das Lesen und Umblättern von Buechern und seit ca. 1 Woche fällt auf, dass sie ihren Zeigefinger auf bestimmte Stellen im Buch legt (z.B. auf ein Tier) und seit 1-2 Tagen benutzt sie den Zeigefinger auch um auf etwas in der Umgebung zu zeigen. Sie kann auch „Dadada“ sagen und hat es auch schon einmal kombiniert mit dem Zeigen. Wenn sie zu mir möchte, dann sagt sie „Mem“ oder „Mam“ und heute hat sie auch mal „Mama“ gesagt. Nicht immer ist sicher, ob sie damit das Trinken meint – denn noch stille ich sie – oder wirklich mich als Person, aber da beides kombiniert ist, ist das ja auch egal.
Sie spielt immer noch gerne „Kuckuck“ und „Wo ist die Emma?“ und lacht immer noch wenn ich mir etwas vom Kopf fallen lassen und dabei betont blöd gucke.
Sie will zunehmend selbst essen (und eine Sauerei veranstalten) und hat immer weniger Interesse an Brei. Den isst sie nur im Zusammenhang mit Obst, Kartoffeln, Gries oder Hafer. Sie liebt Pasta (ohne alles) und findet auch Couscous lecker. Reis steht auch hoch im Kurs. Mozzarella muss man ihr nicht zweimal sagen, da ist er schon weg. Mit dem Fisch gab es bislang noch keinen so grossen Erfolg. Noch immer macht sie laute Geräusche beim Essen und verheimlicht ihren Unwillen (oder ihre Freude) in keinster Weise.
Sie schläft immer noch mit einigen Unterbrechungen, von 2-6 ist alles möglich und momentan ist sie wieder sehr auf das Einschlafen beim Stillen geeicht. Blöd, aber ihr das abzugewöhnen kostet mich Kraft und da ich momentan eine Woche alleine mit beiden Kindern bin, ändere ich vorerst auch nichts daran. Ihr Bett steht bei uns im Schlafzimmer aber ist nicht mehr direkt an mein Bett verbunden. Nach dem Urlaub haben wir das fuer eine Woche probiert, weil es im Urlaub so ganz gut geklappt hat, aber das haben wir bald wieder aufgegeben, da sie ueberall und nirgends war und das nach einer Weile doch zu anstrengend war. Der Papa schläft jetzt öfter im Wohnzimmer auf der Couch weil er zu muede ist von dem Aufwachen in der Nacht.
Heute haben wir zum ersten Mal die „Gib-mir“-Geste probiert, wo ich meine Hand ausstrecke und sie bitte, mir etwas zu geben. Das Geben war leicht fuer sie, aber das Loslassen nicht. Nach einigen Versuchen wusste sie aber, worum es geht und es hat ihr einen Riesenspass gemacht, ein Heftchen wegzugeben und zurueckzubekommen.
So…jetzt fällt mir gerade nichts mehr ein. Bestimmt gibt es noch viel mehr! Fotos werden hoffentlich auch bald wieder folgen!