Wir hecheln den Tagen und Stunden hinterher. András arbeitet wie besessen an seiner Promotion und möchte sie am 30. März einreichen. Ich versuche (so viel ich kann) seine Arbeit zu unterstützen und ein paar sprachliche Ungenauigkeiten auszumerzen, den Haushalt einigermassen am Laufen zu halten, die Kinder zu versorgen wenn Papa nicht da ist und die ein oder andere Kleinigkeit zu erledigen. Keine Spitzenzeit für Fotos oder Bloggen. Dennoch, Emma ist nur einmal Baby und ich bemühe mich, ein paar Sternstunden digital zu verewigen.Die letzten 2 Wochen waren geprägt vom Bangen um unsere Wohnung, aus der wir zum 28. März ausziehen sollten. So ganz nebenbei passierten allerdings auch kleine schöne Dinge.
Emma hat sich am Anfang der Woche von dem Rücken auf den Bauch gedreht. Nur einmal, aber immerhin.
Seit Sonntag bekommt sie mindestens einmal pro Tag Brei. Bis heute gab es jeden Tag Karotten, heute das erste Mal Süsskartoffel. Wie vorher vermutet, ist sie eifrig dabei. Ein langes Gesicht (wie ihr Bruder) hat sie bei den Karotten nicht gemacht. Heute Abend gab es ausserdem ein bisschen Kartoffel (in so einem dicken Nuckel mit Löchern, an dem die Babys beim Saugen unterschiedliche Dinge mal probieren können) und sie war völlig verrückt danach.
Heute Abend hat sie Albert beobachtet, wie er sich unter der Decke versteckte und wieder hervorkam, mir etwas erzählte und herum“alberte“. Das fand sie so lustig, dass sie mehrere Male hintereinander schallend gelacht hat. Das erste Mal, dass ich sie in diesem Ausmass lachen gehört habe. Da soll mir noch mal jemand sagen, Humor würde sich am Ende es ersten Lebensjahres entwickeln. Völliger Schwachsinn. Das geht viel früher los.
Emma ist kitzlig. Das wissen wir ungefährt seit 2 Wochen. Hals und Armbeugen wenn Mama kitzelt. Beine wenn Papa kitzelt.
Interessant ist, wie sehr sie Musik mag. Singen ist für sie fast immer ein Highlight. Seit neuestem auch in Form von Singspielen wie z.B. „Hoppe, hoppe Reiter“. Das findet sie sehr gut und ihr Mund ist vor lauter Lachen so weit offen, dass man eine mittelgrosse Kartoffel darin versenken könnte!
Seit ca. dem 3. März habe ich entdeckt, dass das „Kuckuck“ spielen funktioniert. Die ersten 1-3 Male hat sie richtig gelacht. Leider war ich alleine, sonst hätte ich den Papa mal gebeten, ein Video zu „drehen“. Herrlich, das Lachen!
Beim Stillen gibt es vermehrtes Rumstrampeln und Proteste und des Öfteren habe ich den Eindruck, dass sie nicht zufrieden ist. Der Brei ist daher unbedingt angebracht, aber ich habe seit heute auch Pulvermilch im Haus, für den Fall, dass sie mal sehr unglücklich ist. Immerhin haben wir jetzt fast 5 Monate nur mit Muttermilch geschafft, da finde ich etwas Zufüttern (falls nötig) nicht problematisch. Mal sehen.
Emma hat jetzt Freunde. Zwei Jungs und ein Mädchen. Da wurde schon heftig geklönt. Und ganz besonders gut kommt sie mit einem jungen deutschen Burschen aus. Sehr herrlich!

