22:36

Es ist 22 Uhr 36 und mir fallen die Augen zu. Im Gegensatz dazu, fallen mir keine Worte mehr ein und die Einleitung zu Studie Nummer 3 muss einfach morgen weitergeschrieben werden. Seit Langem schon ist mir bewusst, dass ich es in keinster Weise schaffe, irgendwie die Zeit und all die schnell vergehenen Tage der letzten Monate hier festzuhalten. Die Abende vergehen mit Kinder-ins-Bett bringen, Kueche aufräumen und vor allem Arbeit. Trotzdem, dass Emma ständige Aufmerksamkeit und Betreuung braucht, schaffen wir es irgendwie, dass ich mehr oder weniger voll arbeite und András knapp halb arbeitet. Das verlangt Effizienz wo es nur geht und momentan schleicht sich das Gefuehl ein, dass wir bald nicht mehr an Effizienz erhöhen können. Einfach weil wir zu muede werden. Dass nur als Anmerkung, sollten wir einmal denken, dass die suessen Tage mit zwei tollen Kindern zu schnell vergangen sind und wir sie nicht genossen haben. Das machen wir. Aber die Tage sollten auf jeden Fall 48 Stunden haben, dass wir allen gerecht werden. Nach den Kindern irgendwann auch noch einander und uns selbst. Aber auch da lernen wir, die Minuten zu geniessen, die es gibt. Wie zum Beispiel den langersehnten wöchentlichen Filmabend, den wir eigentlich am Wochenende gehabt haben sollten, wir dann aber spontan gestern nachgeholt haben, weil wir am Wochenende an András´termingerechter Fertigstellung von einem Manuskript gearbeitet haben. Er am eigentlichen Schreiben, ich an der Korrektur.

Heute habe ich -immerhin noch vor dem ersten Advent – die Adventssachen aus dem Keller geholt und die Kinder haben sich förmlich draufgestuertzt. Emma war am meisten verzaubert von einer Pappmaché-Kugel, die Albert in einem der letzten Jahre im Kindergarten gebastelt hat. Fand ich toll. Albert war begeistert von unseren beiden Nussknackern und Emma lachte sich förmlich kaputt, als er einen der Gesellen imaginäre Nuesse knacken liess mit Albert`scher Geräuschkulisse. Herrlich. Das war nachdem der Kuechenfussboden auf mysteriöse Weise nach dem Pfannkuchenbacken im Öl versank, Emma in den 60 windelfreien Sekunden (in dem ich das Wasser in die Badewann laufen liess) auf den Flurfussboden machte, beinahe von der Kuechenbank gefallen wäre, einmal aus dem elterlichen Bett gefallen war, einige Pfannkuchen zwecks Emma-technischen Interventionen bedenklich dunkel wurden und Albert wieder einmal zu kurz kam. Der Kuechenfussboden wurde mit Besen und Wischmob beehrt, während ich Emma auf ihrem Stuhl versauern liess und Albert bat, ihr zur Kompensation eine kleine Nussknackerliche Theaterauffuehrung zu bescheren. Danach war sowohl die Kueche als auch der Flur wieder zu begehen und die Abenteuer nahmen ihren Lauf. Als 20:09 die Wohnungstuer aufging und Papa von dem wissenschaftlichen Seminar zurueck war (zu dem er geeilt war, nachdem ich um 16:00 Uhr zuhause war und wir „Kinderuebergabe“ gemacht hatten), hatte ich den Eindruck, dass der Fruehling gekommen oder der Sommerurlaub angefangen hatte. Welche Erleichterung. Hatten wir jemals gedacht, wir wären mit Albert wohlbeschäftigt gewesen? Kinkerlitzchen. Das war bloss die Aufwärmphase.

Nun aber Schluss. Fotos. Schnell ein paar Fotos. Korrekturlesen gibt es nicht mehr. Man möge mir jeglichen Unsinn und die Rechtschreibfehler & Co nachsehen. Das geht sonst auf Kosten der Effizienz…

 

 

Das Wochenende in Bildern

Es ist vollbracht. Magna cum laude fuer Papa. Zwei kranke Kinder fuer Mama. Und nun endlich Wochenende und alle sind da! Das wird gefeiert…mit anderen Worten die Eltern sind völlig erledigt und die Kinder zappeln in einer Tour. Trotzdem war´s (unter anderem) auch schön. An Kuchen hat es nicht gemangelt: Der Biskuitboden in der kleinen Backform (erstes Mal verwendet) wuchs wie der Teig Märchen von dem suessen Brei und hinterliess Massen an Schichten (siehe Foto). Und das Geschenk fuer Emma war elefantastisch. Trörö!!

PS: Die Galerie ist sehr gross – bitte unter der Galerie weiterblättern!

Kurze Geburtstagsimpressionen

Papa musste heute in die Schweiz fliegen, da morgen seine Verteidigung stattfindet und somit haben wir Emma´s Geburtstag heute nicht wirklich gefeiert. Nichtsdestotrotz haben wir eine kleine Fika gemacht mit Gebäck und einem Rosa-Doughnut…der hat sich seit Albert´s 5. Geburtstag ausversehen in die Geburtstagstraditionen geschlichen. Emma hat ihn sehr offensichtlich genossen. Wir haben ueberraschende Post bekommen (Emma insbesondere) und da war ein toller kleiner Plueschwurm mit eigenem Schlafsack fuer Emma dabei. Den haben wir heute Abend glatt ins Bett gebracht.

Albert war sehr begeistert, als ich ihm (leider erst heute) sagte, dass Emma´s Geburtstag ist. Er hat sogar gesagt, dass es schade ist, dass ich ihm das erst heute gesagt habe. Aber wie gesagt, wir feiern ja noch richtig. Albert und ich haben Emma „Happy Birthday“ gesungen und uns ueber die Kerze auf dem Tisch gefreut.

Während Albert (ausnahmsweise) auf dem „I-PHAD“ spielen durfte, habe ich mit Emma Essen gespielt. Ich habe Holzspielzeug – eigentlich fuer Fotozwecke – dass ich fuer Albert immer mal wieder ausgepackt habe. Emma fährt total darauf ab und so langsam wird sie eingefuehrt in die Geheimnisse des „So-tun-als-ob“, wie es beim Essen spielen so der Fall ist. Sie hat prompt der Katze auf dem Bild den Löffel hingehalten!

Ausserdem bin ich das erste Mal mit ihr die Treppe hochgelaufen und war erstaunt dass sie, obwohl die Stufen fuer sie momentan noch etwas zu hoch sind, tatsächlich alternierend (abwechselnd rechtes und linkes Bein) hochlaufen wollte. Zwar mit Hilfe (ich habe sie an beiden Händen festgehalten), aber immerhin! Alleine schaukeln tut sie auch schon! Sie sitzt auf der Autoring-Schaukel und hält sich selbst fest. Wir schaukeln zwar langsam, aber sie kann es. Stolz…

 

Emma ist ein Jahr alt

Liebe Emma!

Bist du dir ganz sicher, dass du heute ein Jahr geworden bist? Nicht vielleicht eher ein halbes? Mit Sicherheit stimmt da irgendetwas nicht mit dem heutigen Datum. Oder du hast einen Zeitbeschleuniger mitgebracht, als du vor so ziemlich genau einem Jahr deinen ersten Atemzug genommen und das Kunstlicht des Stockholmer Krankenhauses erblickt hast. Falls ich mich irre und du heute tatsächlich ein Jahr alt geworden bist, gilt folgendes:

Mit deinem frechen Lachen und deinem Armewackeln beim Tanzen, mit deinem………………….äh…………………nein.

Stop.

Du bist nicht mal eben schnell in Worte zu pressen.

Du machst sprachlos. (Und nicht nur, weil ich am Abend muede bin.)

Du oszillierst zwischen suess und sauer und nimmst uns mit auf deine Reise durch die Welt. Jeden Tag auf eine neue kleine Entdeckungstour.

Du bist grossartig, wir haben dich furchtbar lieb und wuenschen dir von ganzem Herzen ALLES LIEBE ZUM GEBURTSTAG!

Dein Ab, dein Pap und deine ?

Das Wochenende

Die zwei Tage Wochenende vergingen – wie immer –  wie im Flug. Teilweise mit sehr bescheidener Laune des juengsten Familienmitglieds. Sie hat allerdings eine gute Entschuldigung: Zahn Nummer 7 schimmert schon durch.

Auf dem Flohmarkt habe ich einen beleuchtbaren Globus gefunden UND eine (leider unvollständige) Lego-Packung von Star Wars (Star Wars !!!). Beides fuer sehr wenig Geld und beides passt ja wirklich auch sehr gut – nachträglich – zum Thema Weltall. Anbei auch ein paar Fotos von dem Versuch einer Raumdeko, die stammt noch von der Geburtstagsparty. Den Roboter haben Albert und ich gemalt, nach Vorlage von seinen Einladungen.

Einige Sekunden haben die Kinder zusammen gespielt. Das heisst, Albert hat sich ueberreden lassen…