Wieder was

Beim Versteckspiel reicht sie seit heute plötzlich das Tuch/die Decke wenn sie spielen will und nimmt sie weg wenn sie „fertig“ ist…

Ausserdem: Eine hundertachzig gradige Drehung im Stand. Voilá! Die Ballerina uebt.

Neue Tricks

Sie dreht auf einmal ihre Händchen bei Musik – so suess! Ich vermute, das könnte von einem Lied stammen, was ich mit ihr singe und bei dem ich diese Bewegung mache.

Versteck spielen funktionierte bislang immer so, dass man ihr ein Tuch ueber den Kopf legt und sie sich das sofort wieder runternimmt. Da muss man sehr schnell noch „Wo ist die Emma?“ sagen, wupps, da ist das Tuch schon wieder runter. Aber plötzlich bleibt das Tuch auf dem Kopf, sitzt still, hört sich dieselbe Frage wieder und wieder an und macht dabei amuesierte Geräusche. Freut sich wie der Schneekönig, wenn sie dann doch mal unter dem Tuch vorguckt – weil man es ihr weggezogen hat.

 

10 Monate und Fort-geschritten

Seit ungefähr 3 Wochen ist Emma intensiv am Explorieren auf zwei Beinen. Es ist erstaunlich, mit welchem Tempo sie sich bereits fortbewegt. Das Aufstehen aus der Hocke ohne Abstützen mit den Händen ist eine Selbstverständlichkeit. Und nun fängt sie an, auch im Stehen an zu Tanzen (wippend in die Knie gehen zur Musik)!

Sie versteht die offene Hand als „Bitte gib mir etwas“-Geste und dreht prompt meine Hand um, wenn ich ihr (zum Test) fälschlicherweise meinen Handrücken statt meiner Handfläche anbiete für das Ablegen von dem, was sie mir da geben will.

Die Sache mit dem Schlafen und Essen geht mal gut, mal schlecht und gerade geht beides eher schlecht. Wir warten sehentlich auf das Durcbbrechen von Zahnkandidaten (Nr 7 und 8, unten ansässig) und hoffen, dass es dann etwas besser wird. Im Stuhl beim Essen sitzenbleiben gehört nicht zu ihren Stärken und sie zappelt nach einigen Minuten wie ein Fisch im Netz und will unbedingt raus. Auf dem elterlichen Schoss kann es dann schonmal besser gehen, allerdings macht sie dort eine Riesensauerei wenn sie beim Essen dort sitzenbleibt…das ist also auch nicht wirklich eine Lösung.

Emma liebt es, wenn sich zwei Kuscheltiere „unterhalten“. Ebenso liebt sie es, die kleinen Legoteile von Albert im Mund hin- und herzubewegen. Dafür haben wir allerdings noch erstaunlich wenig davon in ihrer Windel gefunden (gar keines, eigentlich). Mittlerweile versteht sie aber auch, wenn ihr von ihr verlange, dass sie das, was sie da im Mund hat, mal bitte rausbewegen soll.

Sie rennt quietschen davon, wenn man sie spielerisch fangen will und liebt es, sich auf Kissen zu schmeissen oder gar bei der Kissenschlacht miteinbezogen zu werden. Gott sei Dank ist sie nicht sehr empfindlich was das angeht und das ein oder andere Kissen empfängt sie herzhaft lachend auf ihrer Nase.

Was sie gar nicht mag ist, dass Alberts Tür ständig vor ihr zugeht und sie sich davor wiederfindet. Alle Schätze und alles interessante befindet sich auf der anderen Seite der Tür und sie muss draussenbleiben. Das ist schon eine wirkliche Tragödie!

Sehr gross im Rennen ist das Bobbycar von Albert. Schwarz. Breit. Stark. Fulda. Da schafft sie es jetzt schon, alleine draufzuklettern und sich rückwärts zu schieben. Klettern ist ohnehin eine wunderbare Sache. Wie gut, dass sie gelernt hat, dass man von Dingen eher rückwärts oder seitlich wieder runterklettert (wie z.B. von dem ausgezogenen Sofa auf den Boden).

Sie findet und zeigt auf die grosse schwarze Katze auf dem Bild im Wohnzimmer, wenn man sie fragt, wo die Katze ist. Und als ich ein Video von ihr gedreht habe, wo ich sie nach der Katze frage, hat sie hinterher, beim Video anschauen, prompt auf das Katzenbild im Hintergrund im Film gezeigt….Überhaupt war das sehr spannend, den Film zu sehen. Das musste gleich mehrmals wiederholt werden, sonst gab es Ärger von Emma.

Emma ist erstaunlich sensibel gegenüber Lob. Klatsch man und sagt „Prima!“ wenn sie etwas wirklich gut gemacht hat, dann setzt sie so ein Lachen auf ihr Gesicht, als hätte man ihr einen Lottogewinn verkündet! Sie scheint auch durchaus zu geniessen, wenn sie fotografiert wird und möchte hinterher erstaunlich oft auf das Display der Kamera gucken…

Bestimmt gibt es noch viel mehr zu berichten, aber so langsam fallen mir die Augen zu.

Kurz und knapp, 10 Monate Emma bedeutet immer wieder Begeisterung, Staunen und jede Menge Überraschungen! Weiter so, Lilla My!

 

 

Das Kleid

Es war einmal eine ambitionierte Mama, die zum Geburtstag einen Gutschein von Freundinnen für einen Stoffladen bekam.Die Freundinnen hatten gut zugehört als die Mama erzählt hatte, dass sie doch eigentlich sehr gerne ein Kleid für ihre Tochter nähen würde. Prompt kam der Gutschein für einen Stoffladen. Die Mama hat sich dusselig gefreut und tatsächlich ein Kleid genäht.

Ta-da! Hier ist nun das Kleid. Ein Schürzenkleid, wo eigentlich eine kurze Hose dazugehören sollte. Leider ist es vom Schnitt nicht wirklich für Emma gemacht, es ist etwas zu weit. Aber da wird sie noch reinwachsen und ich werde es ihr im Winter einfach über einen Body ziehen, sozusagen als „Bluse“.
So zumindest der Plan…  :-).

 

Die Zuckertüte

Schweden ist ein armes Land. Zumindest wenn es um Zeremonien zum Schulanfang geht. Hier geht eben einfach mal die Schule los. Es gibt zwar eine Ansprache der Direktorin auf dem Schulhof aber von einer Feier kann keine Rede sein.

Wie gut, dass es da eine Oma und einen Opa in Deutschland gibt, die dafür sorgen, dass Albert nicht ohne ein prächtiges Stück deutscher Kultur gross wird: die Zuckertüte! Da kamen die Wikinger in Spitzenformat angeschippert und brachten gleich noch eine kleine Tüte für die kleine Schwester mit!

Nach mysteriöser Verspätung seitens der schwedischen Post kam das grosse Schulpaket am 29. August bei uns an und ein paar Tage später (zwecks Kindergeburtstag) haben wir dann den Schulanfang nachgefeiert, zusammen mit meinem Wiederbeginn auf der Arbeit (den ich am liebsten nicht gehabt hätte).

Vielen Dank, Oma und Opa! Auch für die Tüte für Emma!