Emma

Samstagmorgen. Emma muss unbedingt etwas essen. Ich sage ihr, sie soll nicht nur Gebäck essen (das bringt der Papa immer Samstagvormittag vom Einkaufen mit und es landet gleich auf dem Spätstuecktisch). Also auch etwas, was nicht süss ist. „Gut“, sagt sie, „dann ess ich noch ein Honigbrot!“

Ausserdem erzählt sie von ihrer Freundin Kadija aus der Schule. „Kadija sagt, wenn man Schweinchenfleisch isst, ist man kein Muschlimm.“ Mir gefällt besonders „Schweinchenfleisch“. Herrliche Ableitung von „Hähnchenfleisch“. Sie schlussfolgert auch, dass alle Muschlimm sind. Gut. Schaun wir mal.

Advent in der Koningin Elisabethlaan 27

Ein kleiner Einblick in unseren Start in den Advent.

Grinch-Cookies gemacht. Das Rezept haben wir aus dem tollen Buch (steht in der Ecke auf dem Regal) was wir von M&T bekommen haben. Tolle Bilder und tolle Ideen drin. Auch unsere Adventskranzvariante ist eine Verarbeitung von zwei Ideen aus dem Buch. Keine Kerzenständer gefunden, also kleine Flaschen mit Wasser gefüllt, Blätter/Zweige/Beeren rein, Kerzen drauf. Und der Adventskranz selbst entstammt einer Nachtundnebelaktion mit Albert. Er erwähnte, er wäre letztes Jahr mit der Schulklasse beim Park gewesen um Zweige zu sammeln. Also haben wir das auch gemacht. Beim Supermarkt hab ich schnell ein paar kleine Zweige aus der Rabatte stibitzt. Hab Albert gebeten, er soll wegschauen. Mama stiehlt. Schlechtes Vorbild. Er fand es so zum Schreien, er hat sich langfristig darüber amüsiert. So also ist es bei uns im Advent….

Bologna II

Es war ein ruhiger Tag, eine Art Ruhepause nach dem Ausflug nach Ravenna gestern. Erst am Nachmittag haben wir die klimatisierte Wohnung verlassen um uns eine Kirche anzusehen, einen Kaffee zu trinken und ein Spielzeuggeschäft zu bestaunen. Gekrönt wurde der Spaziergang selbstverständlich mit einer Portion Eis.

Ansonsten wurden Kartenhäuser gebaut. Albert baute eine ganze Verteidungsanlage und in Verbindung mit meinem Kartenturm wurde der Esstisch komplett eingebaut. Ausserdem bemühte sich Albert, Emma Mathematik beizubringen – mit mäßigem Erfolg. Er erstellte sogar ein Hausaufgabenblatt für Emma, was sie zwar hochmotiviert entgegennahm, jedoch zeigten sich beim Erledigen der Hausaufgaben die zu erwartenden Schwierigkeiten. Denn auch wenn man statt Zahlen Melonenstückchen aufmalt und Emma sogar das „Plus“-zeichen versteht, so gibt es doch gewissen Probleme, wenn 4-jährige versuchen Additionsaufgaben zu erledigen. 3 plus 2 ist natürlich mit Zählen der Melonenstückchen auch zu schaffen, aber es gibt doch gewisse Verwirrungen, was nun eigentlich zu zählen ist und was dann dabei rauskommt.

Auch beim Uno-Spielen wird offensichtlich, dass 4-jährige doch im Nachteil sind. So lange sich die Frustration in Grenzen hält, lassen wir die beiden ihre Exkurse machen. Denn nun, wo sie nur sich haben, sind sei gezwungen miteinander Zeit zu verbringen und Wege zu finden, miteinander zu spielen. Und das finde ich eine grossartige Gelegenheit. Natürlich spielen wir auch mal einzeln mit den Kindern, aber das klappt dann doch auch nicht ständig.

So viel also zu heute. Auf den Bildern sieht man das grossartige Chorgestühl der Kirche, die wir besucht haben. Erwartet hatte András relativ wenig, wollte nur mal kurz reinschauen und dann entdeckten wir das Chorgestühl und die Intarsienarbeiten…und so wurde doch ein Weilchen draus. Emma durfte eine Kerze anzünden und Albert bekam genauere inhaltliche Infos von Papa zum Chorgestühl.

Und auf dem Rückweg legte Albert einen Arm um Emma’s Schulter. So schön!

PS: Albert hat sein Kartenkunstwerk (die Mauer) selbst fotografiert. Echt cool!

Ravenna

Heute ein Ausflug nach Ravenna. Die Kinder haben erstaunlich gut mitgemacht – und das nach einer verhältnismäßig kurzen Nacht! Tolle Kirchen und Mosaiken, András hat den Kindern viel erzählt und sie haben die Kirchen gemeinsam entdeckt. Ich habe mich damit beschäftigt, einige Fotos für András von den Mosaiken zu machen (braucht er arbeitstechnisch) und fand es einfach toll, die Mosaiken anzuschauen, auch wenn mir der inhaltliche Beitrag verlorgen ging. Glücklicherweise brauche ich nicht weit zu gehen, sollte ich einen Vortrag zum Thema brauchen ;-).

In Ravenna stolperten wir quasi über einen Springbrunnen, bei dem ich mit dem kleinen Albert im Jahr 2011 war, als András ein Seminar besuchte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er dort gespielt hat. Hier ist der Link zu dem Beitrag von damals. Lustigerweise stellte ich gerade fest, dass Albert damals auch mit den Händen auf die Steinbänke gestempelt hat. Heute kamen die Kinder just auf dieselbe Idee…

Es gibt ziemlich viele Bilder von heute, also bitte unter den Bildern blättern!

Bologna

Freitag gleich nach der Schule ging’s los. Erst noch kurz Schule am Morgen, mit der Verabschiedung von unseren lieben Freunden, die leider in die Schweiz zurückgehen nach einem Jahr in Belgien. Schade…

Ins Taxi, auf den Zug, noch ein Taxi, Flugzeug, Bus und Taxi. Wir sind froh, als wir in der Gästewohnung in Bologna angekommen sind. Die Wohnung ist frisch renoviert, nett und recht zentral. Absolut beste Eigenschaft: Klimaanlage! Und sehr wichtig: 5 min zu Fuß liegt DIE Eisdiele in Bologna. Hammer-Eis! Cremig und so geschmacksintensiv, es ist einfach nur so, dass man nicht mehr damit aufhören kann! Jeden Tag gibt es Pflichteis. Und mit den Worten von András: „Ich könnte jeden Tag zweimal hingehen!“

Die Stadt ist sehenswert, wesentlich ruhiger als Rom und wirkt in gewisser Hinsicht schon fast ein wenig leer, wären da nicht Studenten und Touristen. Einheimische gibt es selbstverständlich auch, aber irgendwie wirkt die Stadt trotzdem wenig überlaufen – für italienische Verhältnisse.

Wir erkunden die Stadt in kleineren Portionen, da es schlappe Kinder und schlappe Mamas gibt, denn die Wärme legt sich durchaus auf das Energielevel. Nicht besonders bei Emma, bei ihr merkt man es an den sehr ausgeprägten Meinungen und Protesten.

Gemäldeaustellung heute. Emma war recht interessiert, Albert wirkte so, als ob er lieber ein Schläfchen gemacht hätte. Und ich bin um 15:00 Uhr, als wir wieder in der Wohnung waren, komatöse in einen halbstündigen Schlaf gefallen.

Sonst…es gab Pizza heute Abend und alle sind ziemlich satt geworden, Albert wollte Kartoffelpizza und komischerweise waren keine Kartoffelscheiben drauf sondern Fritten. Hä? Und Emma vergaß beim Toiletten-Zwischenstopp zuhause ihre Unterhose wieder anzuziehen unter das Kleid. Diesen Fehler vom Amt hat sie dann dem Papa mitten in der Stadt angezeigt. Ich war nicht dabei, hab mir die Anektode nur berichten lassen. Ok. Gut. Das hätten wir dann auch noch mal ausprobiert. Morgen wieder mit Unterhose, meint Emma.

Und morgen Ravenna. Ich bin mässig beigeistert, weniger wegen Ravenna, mehr wegen dem Ausflug bei der Hitze. Albert geht es ähnlich. „Ihr Schweden!“ wie wir heute bezeichnet wurden. Tja, ich fürchte, András und Emma sind besser wärmeadaptiert als Albert und ich. Bin gespannt, wie der Ausflug wird. Ich nehme mir vor, davon zu berichten. Vorerst aber noch ein paar Bilder.