Emma-Sprüche

Ich erkläre Emma, dass Nutella nicht toll ist, weil es der Welt ein Aua macht (Palmöl). Ich male eine Geschichte mit einem Wald, der abgeholzt wird, einer Palme, aus der Öl gequetscht wird und das dann im Nutella-Glas landet. Am nächsten Morgen kommt Emma zum Frühstückstisch und sagt: „Aber Mama, warum ist da eine Palme in der Nutella?“. Seitdem nimmt sie an, dass in der Nutella eine kleine Palme ist. Pädagogischer Erfolg in eingeschränkter Form. Aber ich glaube sie hat verstanden, dass dieses Glas Nutella das letzte seiner Art ist. Danach folgen Varianten ohne Palmöl.

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Emma sitzt auf der Schaukel und fragt, von dem sie das Baby war, von wem ich das Baby war und schlussendlich auch von dem Papa das Baby war. „Oma Teréz“, sage ich. „Was?“, antwortet sie. „Aber ich will auch mal das Baby von Oma Teréz sein!“

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Emma elaboriert nach dem Beten, dass Jesus morgen nicht mehr tot ist. Sie sagt auch, dass sie Jesus ein Herz von ihr gibt (sie hat zwei), damit er nicht mehr tot ist. „Mama“, fügt sie hinzu, „wenn du tot bist, dann ist dein Herz verbrochen. Dann macht es nicht mehr Bumm-bumm.“

Samstag, der Tag vor Ostersonntag

Erstes Frühstück draussen. Allerlei Dinge während des Tages. Rasen gemäht (András), Einkauf (András), Wäsche (mein Resort), Essen gemacht (András), aufgeräumt und Unordnung gemacht (unter Mitwirkung der Kinder). Und am Ende des Tages werden Nester für den Osterhasen im Garten gemacht. Jetzt sind sie unter der Dusche. Und ich muss hin….Dann mal bis morgen, lieber Osterhase!

Ein Tag mit Emma

András istmit Albert nach Gent. Ich mit Emma zuhause. Wir machen Einzelprogramm. Gestern war Emma mit Papa unterwegs in Leuven (Musuem, Fritten essen, Eis essen) und heute ist Albert dran. Ich erledige ein paar notwendige Dinge, wir gehen Medizin für Emma kaufen (leider wieder verstopfte Ohren), ich krempele ein paar Regale um, flechte einen Blumenkranz, ich blase ein paar Eier aus, backe ein Omlett von dem Eier-Inhalt und Emma malt die ausgeblasenen Ostereier an, wir lesen ein bisschen…ein ruhiger Tag.

Eigentlich ist heute auch Emma’s Namenstag, aber das wird uns erst bewusst, als die Kinder schon in den Betten liegen..uuups. Wir nachgeholt. Danke, Oma Teréz, für die schöne Karte, Emma hat sich sehr gefreut!

Sankt Martin

Albert hat gefühlt den halben Tag an der Drachenlaterne gebastelt. Ich habe den halben Tag an einer Laterne für Emma gebastelt – die für sie zu kompliziert war – die aber dann doch nicht mit sollte auf den kleinen Laternenausflug heute Abend. Die Liedtexte haperten etwas aber ich glaube den Kindern hat es trotzdem gefallen. Emma musste hinterher noch eine Extrarunde mit mir drehen, weil es ihr so gut gefiehl. Zwecks Nieselregen viel die Sache etwas feucht aus, aber die LED-Lämpchen machten in dieser Hinsicht keine Probleme. Dieses Jahr also dann ohne angebrannte Laterne!

Ein Ausflug in den Meerdaalwoud

Da wir den Mietwagen nach unserer Rückkehr aus Deutschland noch 3 weitere Tage nutzen können und erst Montag abgeben können, nutzten wir die Möglichkeit für einen Ausflug in den Wald. Im Meerdaalwoud, in Oud-Heverlee, südlich von Leuven, gibt es einen Pfad im Wald mit Aktivitäten für Kinder. Der Wald war schön, das Licht herrlich und die Kinder hatten Spaß. András war sehr engagiert dabei mitzumachen (und hinterher dementsprechend müde). Alles lief eigentlich ganz gut, bis wir zu einer Brücke zum Balancieren über einer kleinen „Schlucht“ kamen. Während András mit den Kindern die Brücke ausprobierte, suchte ich nebenher nach Pilzen. Als wir am Weitergehen waren, waren alle drei auf der anderen Seite und ich suchte mir einen Weg zu Fuß durch die Böschung (nicht über die Brücke). Währenddessen, rief András mir zu, Emma wäre weggelaufen und lief ihr hinterher. Als ich auf der anderen Seite angekommen war, war bereits von allen anderen drei Handls keine Spur mehr. Der Richtung folgend, sah ich in ca. 300 m durch die Bäume hindurch die blaue Jacke von András und dann erstmal nichts mehr. Auf gut Glück folgte ich der Richtung. Ab und an hörte ich Stimmen. Nach einer Weile fragte ich mich, ob ich denn nun die richtige Richtung eingeschlagen hatte und fand dann zum Glück die drei. Was war passiert?

Emma wurde gebeten, vorsichtig bei der Brücke zu sein und das gefiel ihr so sehr nicht, dass sie sich ohne einen Kommentar auf und davon machte. András sah sie glücklicherweise laufen und lief hinterher. Nachdem er sie rief, blieb sie keineswegs stehen sondern lief weiter. Jegliches „Stop“ war sinnlos. Albert rannte ihr nach, sie blieb nicht stehen. Dann hatte András sie irgendwann eingeholt. Mir erklärte sie vehement, sie wollte nach Hause und sei zum Auto gelaufen. Außerdem sei sie schon groß allein im Wald zu laufen und sie rieche so gut wie eine Katze oder Hund (soll heißen, dass sie so ihren Weg findet). Sie war fest davon überzeugt, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Mehrmaliges Erklären und Einschärfen, alleine im Wald – zumal noch dann, wenn es dunkel wird – ist eine ganz schlechte Idee. Ob das angekommen ist? Bin mir nicht sicher…

Sicher bin ich mir aber, dass ich sehr froh bin, dass wir Emma gefunden haben, noch vor Anbruch der Dunkelheit und dass wir letztendlich auch den Parkplatz wiedergefunden hatten – auch noch knapp vor dem Untergang der Sonne. Ohne Funkempfang und ohne Waldkenntnis hätte das unangenehm im Dunkeln werden können…