Die kleine Schwester und ihre Freunde
„Babyclub“ bei Freunden und Emma ist ganz gross dabei…
Wer bei drei etwa gleich alten Babys und drei Müttern ein gemütliches Kaffeekränzchen vermutet, der hat keine Ahnung, was drei Babys für Unregelmässigkeiten und Anstrengungen verursachen. Stillen, Dinge holen, Windel wechseln, Beruhigungsversuche und sonstiges im ständigen Taktwechsel. Mal ist der eine oder andere dabei, ein Baby zum Schlaf zu kriegen. Aber schön ist es trotzdem und suess sind die drei allemal. Jedes Foto wert! Und unsere Gastgeberin-Mama hat mich uns wunderbar verwöhnt!!
6 Monate Emma
Ich kann es kaum fassen. 6 Monate. 6 (!!!) Monate! Das ging entschieden zu schnell! Vor Kurzem maunzte ich herum, dass es ja NUR noch 5 Monate sind, in denen ich mit Emma zuhause sein kann. Etwas Verständnislosigkeit bei Papa. Sind doch immer noch 5 Monate, meint er. Er hat ja eigentlich recht. Aber die ersten 6 sind doch auch so schnell vorbeigegangen! Und nun hatten wir doch in den letzten Wochen und Monaten so viel Doppelstress mit Doktorarbeit und Umzugsdilemma. Sollte da nicht die Zeit eine Ausnahme machen und etwas langsamer vorbeigehen? Naja. Genug Gemaunze.
Meine Liste mit den dringend zu erledigenden Dingen ist lang und es verbleiben wahrscheinlich nur noch 15 von den 30 Minuten, in denen Emma schläft. Wieviele Worte und Fotos lassen sich da wohl hineinquetschen? Ich muss mich wohl kurz fassen.
Emma ist das wonnigste Baby. Klar, sie meckert (und manchmal nicht zu knapp), aber wenn sie lacht, dann trommelt sie die Schneeschmelze in den Bergen zusammen. Sie ißt als ob es kein morgen geben würde – besonders, seitdem sie in (dem von mir so wunderbar günstig erworbenen) ihrem Stuhl bei uns am Tisch sitzt. Essen wir aber sie hat kein Essen, gibt es Beschwerden. Wasser aus der Schnabeltasse trinken klappt noch nicht und so hat die Muttermilch auch noch eine Funktion ausserhalb von dem Beruhigungseffekt bei kleineren oder größeren Katastrophen.
Sie dreht sich jetzt schon gut in alle Richtungen und meckert kaum noch, wenn sie auf dem Bauch liegt – das Ergebnis der letzten 2 Wochen. Sie gibt Quietschlaute von sich, dass die Ohren klingeln, sie blubbert und blabbert vor sich hin, greift – wie immer – mit Vehemenz und lacht herzhaft über ihren grossen Bruder oder irgendwelche Grimassen ihrer Eltern. In der Nacht wacht sie 1-3 Mal auf, je nach Stimmung. Abends schläft sie oft unruhig (vielleicht auch, weil im Wohnzimmer immer noch Licht an ist und wir uns ab und zu bewegen) und so kommt ihre schwere Decke zum Einsatz. Die hatte ich schon vor einer Weile genäht, eine Art Steppdecke mit Reiskörnern drin, die ihr etwas mehr Halt im Schlaf gibt und sie weniger unruhig macht.
So viel in aller Kürze. Emma, du bist famos und halbe Jahr mit dir ist wie im Flug vergangen. Wie es ohne dich war? Keine Ahnung! Ich würde sagen: Unvorstellbar!“
PS: Die Fotobearbeitungssoftware spinnt und lässt mich nicht die Fotos importieren und bearbeiten, die ich will. Na gut, dann halt schnell 3 andere. Probleme müssen irgendwann anders gelöst werden.
Der Jüngling mit der goldenen Zunge
Wir sprechen von unserer Freundin, die bei der Deutschen (Kirch)Gemeinde in Stockholm arbeitet.
Albert: „Gemeinde? Was ist das denn? Ist man da gemein oder was?“
Ich konnte mir ein Loslachen nicht verkneifen – nicht unbedingt zur Begeisterung von Albert.
Der Stuhl
Es gibt ein neues Möbelstück. Einen Stuhl. DEN Stuhl. Günstig erwischt, um nicht zu sagen ein Schnäppchen, zufällig passend zu unserem Essstisch. Er ermöglicht so etwas wie ein kultiviertes Beisammensein während der Mahlzeiten, an denen Emma nun auch „aktiv“ teilnehmen kann.
Oder man kann eben auch Playmobilaufstellungen aus nächster Nähe betrachten, ohne dass man dem grossen Bruder dabei alles umwirft…
Ohne Worte
Fika in der Kita
Ein Kaffeekränzchen für die Eltern mit den Kindern in der Kita, das ist „Föräldarefika“. Die Kinder haben Gebäck gebacken und waren tagelang von dem bevorstehenden Event „gehypt“. Besonders spanned war auch, dass man für die Dinge bezahlen musste. Einen freiwilligen Betrag, aber bezahlen musste man. Darauf haben die Mädels an der Kasse auch SEHR genau geachtet. Sehr süß war das. Die Küchlein waren lecker, bloss voll war es. Und mit Emma im Carrier, Kamera und Küchlein in der Hand durch die Massen zu wandern war eher ermüdend. Aber Albert war sehr stolz und ich fand es schön, dass ich in bisschen an seiner Welt teilhaben durfte.



