Unglaublich

Wer hätte gedacht, dass die letzte Nacht von 1:30 bis 5:30 Uhr schlaflos gewesen wäre? Jeder der Erwachsenen hat 2 Stunden Wache gehalten (plus noch Probleme beim Wiedereinschlafen gehabt), denn Albert war wach, konnte und wollte nicht schlafen, war wuetend, weinte, uebergab sich etc. Heute morgen jedoch stand er 8:30 Uhr quietschvergnuegt auf der Matte und wollte von Schlaf nichts mehr wissen. Die „olle Äller“ hingegen waren weniger vergnuegt und versuchten verzweiftelt noch eine Muetze Schlaf zu erwischen. Beim Fruehstueck stellten alle die Augenringe zur Schau, bis auf einen natuerlich, der so putzmunter und frech daherguckte, dass man sich schon fragte, ob er vielleicht sein Double geschickt hatte um fuer ihn in der Nacht  Tam-Tam  zu machen…

Magyar játszóház a Római Akadémián / Kindergarten der ungarische Akademie in Rom

Wie jede bedeutende (und weniger bedeutende) Nation, auch Ungarn hat ein Kulturinstitut (genannt Akademie) in der Ewigen Stadt. Sein Sitz befindet sich im Palazzo Falconieri, einem Stadtpalast aus der XVI. Jahrhundert, umgebaut und erweitert durch der berühmten Barockarchitekt Borromini. Im kulturellen Angebot befindet sich auch eine ungarischsprachige Kindergarten, der jeden zweiten Samstag stattfindet. Nach einer Besuch sofort am Anfang unseres Aufenthalts wurde Albert in Begleitung von Papa regelmäßiger Gast. Albert genoss es sehr, wieder unter Kindern zu sein, aber der Renner war das Kinderküchenzeile sowie sämtliche Kindermöbel. Als das Wetter besser und Albert älter wurde, spielten wir oft draußen, im Garten. Die Erzieherin, Babi néni, wurde für mich zum Archetypus einer Erzieherin: Sie begegnete mit solcher Liebe und Zuwendung die Kinder, dass sie sich sofort wohlfühlten. Sie verstand es, eine heterogene Gruppe zu animieren, lenken, bremsen, alldies ohne jemals laut zu werden. Die anfängliche Begeisterung meinerseits (wie cool in einer Barockpallazo ins Kindergarten zu gehen) wurde bald von der Freude des Widersehens abgelöst. So war dieser Zeit nicht nur für Albert, aber auch für mich etwas besonderes. Vielen Dank dafür, Babi néni & Team, wir werden Euch vermissen!

Villa Lante

Auf dem Rueckweg nach Rom haben wir Halt gemacht um uns ein kleines und relativ verstecktes gruenes Juwel anzusehen. Ähnlich Caprorola, wo wir bereits mit unseren Freunden gewesen waren, ist der Garten gefuellt mit Wasserspielen. Zwar war dieser Garten bezueglich seiner Groesse und Instandhaltung nicht vergleichbar mit dem des Farnese-Palazzos in Caprorola, aber er war älter und somit „ideengebend“.

Landratte

Wer hier meint, dass unser Sohn auf den Fotos den Eindruck eines Poseidon macht, der hat leider Unrecht. Nur mit Muehe und Motivationsangefeuere haben wir Albert ins Wasser bekommen. Immerhin hat ihm die ein oder andere Aktion dann noch ein wenig Freude gemacht (wie man sieht). Das gelbe Schlauchboot, dass ich ihm gekauft habe (und welches schon auf frueheren Bildern am Strand zu sehen) war, bleibt vorerst unbenutzt. Zwar hat Albert gerne damit auf festem Boden gespielt aber im Wasser war ihm das zu unheimlich.

Perugia

Am zweiten Tag unseres Urlaubs sind wir nach Perugia gefahren. Eine huebsche Stadt, deren historisches Stadtzentrum auf einem Berg liegt und per Seilbahn (allerdings auf Schienen) zu erreichen ist. Leider war Albert an diesem Tag nicht so scharf auf Stadt an sich, aber wir haben ihn mit einem Springbrunnen etwas abgelenkt. Ein wenig haben wir dennoch gesehen und uns, während er im Buggy schlief, mit kleinen Törtchen und Kaffee in einer (sauteuren) urspruenglich schweizerischen Konditorei belohnt. Der Kuchen war unglaublich! Trotz allem waren wir nach dem Ausflug total muede und hatten unser Mass an Stadt damit erfuellt. Den dritten Tag unserer Ferien vebrachten wir daher in Wassernähe (siehe nächste Eintrag).