Pool = Cool

Wir hatten tatsächlich einen Pool im Garten unserer Unterkunft! Auch wenn Albert nur begrenzt reingehen wollte, war die Tatsache diesen grossen Dla-dla-Beckens schon eine grossartige Angelegenheit. Etwas reinwerfen kann man ja allemal auch ohne sich hineinzubegeben!

Kinderstuehle machen noch keinen Kinderfriseur

Auf dem Weg zum Spielplatz entdeckte ich heute Vormittag einen Friseursalon mit Kinderstuhl im Schaufenster. Da hab ich mich gefreut und nachgefragt ob ein Haarschnitt fuer meinen Sohn möglich wäre. 10 Euro und sofort. Prima! Ich fand den Kinderstuhl mit Pferdekopf toll, Albert allerdings hat eine Weile gebraucht bis er freiwillig darin gesessen hat. Umhang? Um Gottes Willen! Nicht mit ihm! Auf dem Kinderstuhl bleiben? Nie im Leben! Also, rauf auf Mama´s Schoss und (ohne Vorhang – fröhliches Haarabschuetteln danach) los ging’s. Fuer uns mit dem Zeitschriften durchblättern, Fuer den Herrn Friseur mit dem Schneiden. Nach 10 Minuten waren wir fertig. Ich war froh. Geschafft!

Wieder draussen, bekam Albert ein neues T-Shirt und ich fast einen Herzinfarkt. Ecken und Schnitzer ueberall. Hinten und an den Schläfen zu lang. Dafuer auf dem Kopf unregelmässige kuerzere Stufen. Pony: wellenförmig. Sicher hatte es der Herr nicht leicht beim Schneiden. Aber er hat sich auch nicht sehr viel Muehe gegeben, die Sache ordentlich zu machen und/oder vielleicht noch etwas Animationshilfe fuer Albert von den rumstehenen Kaffeetrinkenen Mädels zu organisiern.

Wieder zuhause, setzte ich Albert vor dem Computer mit Filmchen (nach 2 Tagen ohne ein grosser Hingucker) und versuchte, die Sachlage noch etwas zu verändern. Länger schneiden ging natuerlich nicht mehr. Nur kuerzer hinten und an den Seiten., etwas weniger wellig am Pony und etwas mehr fransig auf dem Kopf.  Wenn schon Stufen, dann vielleicht nicht nur an einer Stelle. Jetzt ist es ausgeglichen chaotisch.

Nächstes Mal kaufe ich mir 3 Blusen auf dem Flohmarkt fuer das Geld und schneide lieber selber ;-)!

Ravenna

Wie soll man sagen…alles lief anders als geplant. Albert bekam bis zu 40,1 Grad Fieber ohne weitere Symptome. Wir hatten geplant gemeinsam mit András auf eine Exkursion seines Professors nach Ravenna mitzumachen. Ich wollte dann ein paar Dinge mit Albert ansehen- so weit wie es eben gehen wuerde und er hätte den Papa dann auch etwas mehr um sich. Das war die Theorie. Aufgrund des Fiebers wussten wir nicht so recht welche Entscheidung zu treffen war. Auto schon gebucht und bezahlt, Uebernachtung reserviert. Wir entschieden uns mit ihm ins Krankenhaus zu gehen und als dort keine weiteren Komplikationen ans Licht kamen, einen Tag später als geplant loszufahren. Wir fuhren am späten Abend und hatten – entgegen der Erwartung – Pech mit dem Stadtverkehr, Albert hatte wegen des Fiebers Schwierigkeiten zu schlafen und wollte bei Papa sein (der fahren musste). Wir waren UNGLAUBLICH froh als wir um 1:00 Uhr in der Nacht in der Unterkunft waren. Diese war unglaublich. Kaum habe ich bislang so exquisit gewohnt fuer einen „Freundschaftspreis“.

Die Exkursion war insgesamt eine Enttäuschung – von den Sehenswuerdigkeiten abgesehen. Programmteilnahme mit Albert war so gut wie ausgeschlossen, also versuchte ich ihn so gut wie möglich zu beschäftigen. Immerhin haben wir ein paar nette Episoden gemeinsam erlebt (siehe Fotos) trotz des Fiebers und Alberts grossem Kummer: Papa war ständig weg. Die erhoffte Unterstuetzung (inhaltlich und finanziell) von Seiten seines Doktorvaters bekam András leider nicht. So ist er weiterhin auf sich selbst gestellt und muss sich „durchbeissen“.

Auf jeden Fall gelohnt hat sich der Besuch in der Kirche St Vittore (siehe Fotos), auch wenn dieser etwas kurz ausfiel.

Nach den knapp 2 Tagen Ravenna war wir völlig erledigt und waren froh, ein paar Tage am See Trasimeno in Ruhe und „Dreitracht“ zu verbingen. Diese Fotos folgen bald!

(Fotos mehrseitig- Bitte blättern!)