Kurzzeitig abgehoben

Wie oft bin ich weit hinter den Events zurückgeblieben. Wieder in Uppsala erwarteten uns eine Wohnung, die nach Zuwendung rief mit ihren noch teilweise unaufgebauten und unvollständig zusammengefügten Möbelstücken, unausgepackt verbliebenen Umzugskisten und unsortierten Schrankinhalten. Wie die Bienen sind wir am Abend umhergesurrt, nachdem die Kinder schliefen und haben versucht, uns ein Stück mehr in die Wohnung hineinzuleben. Selbstverständlich sind wir nicht fertig und ausserdem etwas müder aber es ist schön, jeden Fortschritt sehen zu können und sich zufriedenen Blickes in die ein oder andere Wohnungsecke zu begeben.

Heute Abend präsentiere ich Bilder von einem ungeplanten Abenteuer auf dem Trampolin. Auf dem Rückweg vom Schloss Eszterhaza nach Sopron hielten wir an einem kleinen Spielplatz. Eine Austobphase war unbedingt angesagt und als wir das Trampolin sahen, war klar, dass dies der Ort der Wahl war. Raus aus dem Auto, rauf auf das Trampolin.

Wir haben es nicht bereut. Und wenn ich die Bilder jetzt – knapp 2 Wochen später – ansehe, dann bin ich froh, dass diese Momente festgehalten wurden. Flüchtig wie der Sprung auf dem Trampolin, erinnern sie mich daran, dass es viel öfter Grund zur Dankbarkeit gibt, als man denkt: für das ganz normale Leben, das Abheben, das Landen, das Fallen und das Wiederaufstehen.

Zwischen dem Nörgeleien, der Ungeduld, dem abertausendsten Ich-will-nicht, den unterbrochenen Nächten, ausgeprägtem Schreien und unverfroren duftenden Windeln, tauchen diese Oasen der Verzückung auf, in denen man diese kleinen Wunderwerke betrachtet und still vor sich hin lächelt. Die Welt ohne Kinder wäre keine Welt. Insbesondere nicht ohne Albert und Emma.

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