Das Sprechen

Leider ist mir im Laufe der letzten Monate die Zeit nur so durch die Finger geglitten. Die Umstellung auf Kindergarten und die Wiederaufnahme meiner Doktorarbeit haben fuer ausreichend Turbulenzen gesorgt. So langsam kommt alles in etwas geordnetere Bahnen und ich realisiere, wie wenig wir bislang Albert’s sprachliche Entwicklung dokumentiert haben. Obwohl das ja eigentlich eine wirklich spannende Angelegenheit ist.

Ungefähr um seinen zweiten Geburtstag herum hat er einen wirklichen „Schub“ in Sachen Sprache durchlebt. Er hat plötzlich sehr viele Worte produziert, täglich sichtlich neue Worte dazugelernt und alles verlief wesentlich rasanter als vorher.

Das passt ganz gut mit den entwicklungspsychologischen Forschung zusammen, die einen solchen Schub um die 18 Monate vermutet. Bei Albert ist das aufgrund der anfänglich 2 und nun 3 Sprachen nach hinten verlegt – was ja an sich nicht sonderlich ueberrascht.

Seitdem er seit Mitte August im Kindergarten ist, hat er bereits schon einige Worte Schwedisch gelernt und hat auch im Kindergarten keine sprachlichen Probleme. Lustigerweise verbindet er in seinen (nun zunehmend 3- oder 4-Wort-) Sätzen gerne deutsche Worte mit schwedischen Endungen. So ist alles „-erna“. Auto wascherna zum Beispiel.

Oder er mischt gerne ungarische und deutsche Worte in einem Satz. Oft benennt er auch bestimmte Gegenstände gleich in beiden Sprachen wenn sowohl Papa als auch Mama anwesend sind.

Heute ist uns zum ersten Mal aufgefallen, dass der „én“ gesagt hat, „ich“ auf Ungarisch. Im Deutschen habe ich das noch nicht bemerkt. Bislang hat er sich nur mit „Albert“ betitelt, aber nun ist er scheinbar auch auf bestem Weg, Bekanntschaft mit der 1. Person Singular zu machen!

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