Roma, Tag 14

Wir haben am Nachmittag einen Ausflug zum Park der Villa Borghese gemacht. Albert hat schön mit den Steinen gespielt. Hinterher sah er aus, als hätte er sich in Mehl gewälzt!

In the afternoon, we went to the park of Villa Borghese. Albert played with stones and afterwards looked like he had jumped into flour!

Roma, Tag 13

Ausflug nach Anguilara.  Schönes Wetter, starker Wind, grossartige Aussicht ueber den See! Albert hatte Spass daran, sich am Ballspiel anderer Kinder zu beteiligen!

Trip to Anguilara. Lovely weather, strong wing, great view on the lake! Albert enjoyed engaging in ball playing with other kids.

PS: Albert wird jetzt Profi im Händewaschen. Er weiss schon wie das funktioniert! Immerhin eine Handlung von ca 10 unterschiedlichen Handlungsschritten! – Albert is turning a pro in washing hands. He knows how it works – alltogether 10 different actions adding to a sequence of  our „hand washing“ ceremony!

Views and insights

I just flipped through the entries of the previous 1,5 years. I can hardly believe how much has happened in this time and how time flew! The more or less regularly appearing entries tell Albert’s story and how his story is linked with mine/ours. Sometimes I wonder whether my frequent picture taking is not making me too much of a spectator (rather than an actor) of the present. I wonder whether the moments are getting digitized in a too pedantic manner. On the other hand, this is how I perceive the present – through the lens. I capture a moment for now, for later and I do not only capture a glimpse of Albert’s history, I also reveal how I experienced it. For instance, how I saw the relationship between father and son. While looking through the „pages“, I realized how much time they spent together and how many intense moments I witnessed. Of course the camera also lies. Not necessarily in what it shows but in what it does not show. Albert’s tummy ache in the first there months, his regular wakings at night until the end of his first year of life. These are also a part of the story although they are much less documented (at least in pictures).

Before I started my phd and we moved to Sweden, I had stayed home with Albert for 6 months. After that, many things changed. I witnessed other parts of Albert’s life than before starting work and I took on a different role. Daddy became buddy no 1 and accompanied Albert with a lot of love and patience between month 6 and 17. I did not find it easy to handle being „the second“ choice, on the other hand one of the parents needs to be second (at least at times). Now, we are opening a new chapter. Here, in Rome (and later on for some more weeks in Sweden) I am home with Albert. At first, I was somewhat afraid of the change – a new task in a new environment. Certainly, we can not say a final word on the matter. But my sorrows have almost vanished now and I have started to realize that we are on a journey. We are discovering Rome, ourselves and each other. That the camera is a crucial part of this journey means a lot to me. The traces that it leaves may not be a thorough mirror of the reality and they may be rather one-sided. In any case, the images remain- certainly for moments like now, when I turn back the „pages“ and look into what life with Albert was like earlier on. And then I rediscover how special and beautiful my son is. That is certainly the most precious thing that the camera can do for me and for us.

Ansichten und Einsichten

Gerade habe ich durch die Einträge der letzten 1, 5 Jahre geblättert. Ich kann einfach nicht glauben, wieviel in dieser Zeit passiert ist und wie schnell sie rueckblickend vergangen ist! Die mehr oder weniger regelmässigen Einträge auf diesen Seiten erzählen Alberts Geschichte. Und wie seine Geschichte mit der meinigen/unsrigen verflochten ist. Manchmal frage ich mich, ob ich durch die vielen Fotos nicht zu sehr zum Zuschauer der Gegenwarte werde. Ob die Momente nicht manchmal zu krampfhaft digitalisiert werden. Auf der anderen Seite erlebe ich die Gegenwart durch die Kamera. Ja, ich halte einen Moment fest, fuer jetzt und fuer später, aber ich halte nicht nur einen Splitter von Alberts Geschichte fest, ich verrate auch gleichzeitig ein wenig, wie ich ihn erlebt habe. So zum Beispiel, wie ich die Beziehung zwischen Vater und Sohn erlebt habe. Mir ist beim „Blättern“ aufgefallen, wieviel Zeit die beiden miteinander verbracht haben, wieviele innigen Momenten ich beiwohnen durfte. Selbstverständlich luegt die Kamera auch ein wenig. Nicht unbedingt in dem, was sie zeigt, viel mehr in dem, was sie nicht zeigt. Alberts Bauchweh in den ersten drei Monaten, sein häufiges Aufwachen in der Nacht bis zum Ende des ersten Lebensjahres und vieles mehr. Auch das ist ein Teil der Geschichte obwohl dieser weniger anschaulich gemacht ist.

Nachdem ich nach einem halben Jahr Betreuung von Albert meine Promotion begonnen hatte und wir nach Schweden gezogen waren, hat sich viel geändert. Ich habe andere Ausschnitte aus Albert’s Leben miterlebt als vorher und habe gewissermassen auch eine andere Rolle uebernommen. Papa wurde zur Bezugsperson Nummer 1 und hat mit viel Liebe und Geduld Albert von 6 – 17 Monaten begleitet. Ich fand es nicht immer leicht, zum Teil sehr deutlich als zweitrangig „behandelt“ zu werden. Auf der anderen Seite muss eben einer der Eltern in diesen sauren Apfel beissen. Und diesmal war eben ich an der Reihe. Nun schlagen wir ein neues Kapital auf. Hier, in Rom (und später auch noch fuer einige Wochen in Schweden) bin ich nun ganz fuer Albert da. Ich hatte vorerst ein wenig Angst vor dieser Umstellung. „Neue“ Aufgabe (im Sinne von Albert in einem anderen Entwicklungsstadium) und neues Umfeld. Sicherlich kann nach diesen ersten Tagen noch kein endgueltiges Wort zu diesem Thema gesagt werden. Aber zumindest ist meine Sorge gewichen und ich habe verstanden, dass wir auf einer Entdeckungsreise sind. Albert und ich. Wir entdecken Rom, wir entdecken einander und wir entdecken uns selbst. Dass die Kamera ein wichtiger Bestandteil dieser Reise ist, bedeutet fuer mich viel. Ob die Spuren, die sie hinterlässt, immer vollständig sind oder sich der Einseitigkeit verwehren können, sei dahingestellt. Auf jeden Fall bleiben die Bilder. Fuer jetzt und fuer später. Sicherlich fuer den Moment in dem ich, wie heute, die Kapitel zurueckschlage und mir ansehe, wie das Leben mit Albert ausgesehen hat. Dann darf ich wieder und wieder feststellen, wie besonders und wie schön mein Sohn ist. Das ist sicherlich das Wertvollste, was die Kamera fuer mich und fuer uns tun kann.

Roma, Tag 12

After Albert’s exploration of the fridge this morning, we had breakfast and went out to inspect a new playground. It is about 10 minutes by tram from here, so we can get there in very little time. Albert really enjoyed the slides, which he can use entirely on his own now (just needs a ready hand just in case…). Another mum blew some soap bubbles for her daughter and when she saw how much Albert enjoyed it, she continued for him when her daughter had already stopped being interested. I really need to buy some as well!

In the afternoon, all 3 of us (András was free) had a long walk on the Gianicolo hill. We really enjoyed the mild weather and the fantastic view on Rome and beyond. We were really amazed about the pretty large mountains in the periphery! Some of them still had snow on the top!

Nachdem Albert heute morgen den Kuehlschrank inspiziert hatte und wir gegessen hatten, machten wir uns auf dem Weg zu einem fuer uns neuen Spielplatz. Man braucht ca 10 Minuten mit der Strassenbahn um hinzukommen. Albert ist sehr begeistert von den Rutschen und kann diese jetzt selbständig erklimmen und alleine runterrutschen. Eine andere Mama blies Seifenblasen fuer ihre Tochter und als sie sah wie begeistert Albert davon war, hat sie einfach fuer ihn weitergemacht als ihre Tochter sich schon fuer etwas anderes interessierte. Ich muss unbedingt eine Seifenblasendose kaufen!

Am Nachmittag haben wir alle 3 (András hatte heute Nachmittag frei) einen Spaziergang auf dem Gianicolo-Huegel gemacht. Es war herrlich mild und der Ausblick fantastisch. Wir waren verwundert, von welch ansehnlichen Bergen Rom umgeben ist. Auf manchen liegt sogar noch Schnee!