Schimpfgerät

Albert und ich haben eine Auseinandersetzung in der Küche. Daraufhin Albert „Ich will kein Schimpfgerät!“ Ich frage ihn verwundert nach der Bedeutung dieses außergewöhnlichen Gegenstandes. „Wenn du so viel schimpfst!“, antwortet er mir. Und fügt noch hinzu: „Dann will ich immer zu Papa!“

Aha. Ich bin also manchmal auf dem falschen Modus für meinen Sohn. Er leider auch öfter in letzter Zeit. Dann ist er ein Trotz- und Schreigerät. Manchmal auch ein Vorschlaghammer, den die Mama im Falle eines Wutausbruches in Form von trommelnden Fäusten zu spüren bekommt. Man muss sich auf keinen Fall Sorgen machen, dass die Trotzphase ausfällt. Bloß durchatmen und Schlagen als nicht gängiges Verteidungsmittel deklarieren…

Schade bloß, dass Geduld nicht auf Bäumen wächst, die einem wie reife Äpfel im Frühherbst vor lauter Überfluss in die Hände fallen und die man kaum unterbringen kann. „Lagern kann“, wie Albert korrekterweise sagen würde.