Roma, Tag 24: Was die Kamera nicht erwischte

* Albert half mir beim Einkaufen und legte einige Dinge fuer mich in den Wagen

* Er half mir das erste Mal, den Einkauf vom Flur in die Kueche zu tragen. Er verstand als ich ihm sagte, er solle die Dinge auf den Stuhl legen und brachte mir eine Flasche Milch als ich ihn darum bat.

* Nach seiner Nach-dem-Mittagsschlaf-Milchflasche schaute er mich an wie eine arme kleine Ente und sagte „dn-dn“ was soviel bedeuted wie: “ Ich wuerde jetzt sehr gerne die Zuege (die Videos) sehen!“

* Am Abend legte András Wäsche zusammen und gab Albert eine meine Unterhosen – aus Quatsch. Dieser zog sie sich ueber den Kopf, zog sie wieder ab, strahlte und klatschte in die Hände als wuerde er sagen wollen „das habe ich jetzt gut hingekriegt, oder?“. Er war herrlich!

Roma, Tag 24: what was not captured by the camera

* Albert helped me shopping by putting items into the pushchair bag

* For the first time, he helped carrying things from the corridor into the kitchen – he understood that I meant he should put things on a chair. He also understood when I asked him to bring the milk bottle.

* After he had his after-nap-time-milk, he looked at me like a sad and tiny little duck and said „dn-dn“ – which means “ I would very much like to see the trains (the videos) now“.

* This evening, András was folding clothes and gave one of my underpants to Albert – just for fun. He put it on his head, put it down again, gave a big smile and clapped enthusiastically into his hand (= I did this really well) – that was so funny!

Roma, Tag 24

Last night did not go as planned. Albert sort of fell out of his tent (which we put on a guest bed), without any serious harm but being waken up and a badly surprised. However, he was not able to fall asleep afterwards, ended up throwing up and climbing over furniture after that, wide awake and happy. My working plans for the evenings were not working out at all! This morning, I was really tired, woke up with a headache and stayed in bed very long, executing bad pedagogy by letting Albert watch a thousand train videos. However, when I was able to creep out of my shell, we had a really good time cooking in the kitchen. Albert helped me cooking and distributed the potatoe peel on the kitchen floor, collected them and put them into different pots. Also, Albert wanted to eat potatoes. I enjoyed watching him trying to move away the steam from the hot potatoes with his fingers. As you can see below, he had some yoghurt afterwards. I could not refrain from taking some pictures! While doing that, I realized that I just let him eat, I did not intervene, I just watched and talked with him occasionally. With me being behind the camera, he gets a lot more space to do things. That is – though certainly not always – another good thing the camera does!

Der gestrige Abend verlief anders als geplant. Albert fiel aus seinem Zelt (das auf einem Gästebett steht) und war natuerlich erschrocken und dann auch hellewach. Obwohl er keinen weiteren Schaden genommen hatte, konnte er nicht mehr einschlafen, musste sich uebergeben und endete damit, dass er quietschvergnuegt ueber die Wohnzimmermoebel turnte und vom Einschlafen nichts mehr wissen wollte. Das war es dann mit meinen Plänen, den Abend mit Arbeiten zu verbringen. Als er im Bett war, war ich schon zu muede. Der Morgen begruesste mich mit Muedigkeit und Kopfschmerzen und so blieb ich so lange wie möglich in den Federn und bediente mich schlechter Pädagogik in dem ich Albert mit unzähligen Videos von Zuegen aus aller Welt erfreute. Als ich dann endlich aus dem Bett gekrochen war, hatten wir eine sehr angenehme Zeit in der Kueche. Albert half beim Kochen und distribuierte erst alle Kartoffelschalen auf dem Kuechenfussboden, sammelte sie dann auf und verteilte sie in unterschiedlichen Töpfen. Albert wollte dann Kartoffeln essen. Ich habe ihn fasziniert betrachtet als er versuchte, den Dampf von den Kartoffeln mit seinen Fingern zu verscheuchen. Wie du hier sehen kannst, hat er als Nachtisch Joghurt verspeist. Ich konnte mich nicht zurueckhalten mit dem Fotografieren! Dabei ist mir der Gedanke gekommen, dass ich, wenn ich hinter der Kamera bin, ihm viel mehr Raum lasse, Dinge auszuprobieren (und dabei Schweinereien zu veranstalten) und das ist – selbstverständlich nicht immer – eine weitere positive Auswirkung der Kamera.