Pilze

Montag war definitiv nicht mein Tag. Bis ich beschloss, einen Waldspaziergang zu machen und mit der Arbeit zu pausieren. Schliesslich muss ich die letzten Tage Flexibilität noch ein wenig nutzen!

So bin ich in den Wald spaziert und habe mich ein bisschen ins Gebuesch geschlagen um dort Heide zu sammeln. Fuer die Heide hat es nicht gereicht. Ich wurde nämlich abgelenkt von diesen einbeinigen Waldtrollen. Ich bin mit einem grossen Beutel Pilze nach Hause. Immerhin, nur 1 Stunde unterwegs und nur wenige Meter vom Weg entfernt! Birkenpilze und Maronenröhrlinge waren auf dem abendlichen Speiseplan, zusammen mit einem Schirmpilz aus dem Garten, der hier von Albert präsentiert wird.

Zwar waren viele der Pilze zwecks Maden nicht mehr zu gebrauchen, aber wir Erwachsene haben jeweils einen halben Teller in Butter gebratener Pilze gegessen. Sehr lecker! Albert haben wir – fuer alle Fälle – verschont. Hinterher gab es (natuerlich nicht fuer Albert) einen ordentlichen Hieb Unicum gegen das schwere Gefuehl im Magen. Hat zumindest etwas geholfen!

Wörterbuch: Mumus-Deutsch/Ungarisch

Albert erlernt in der letzten Tagen/Woche einer atemberaubender Geschwindigkeit die Sprache. Täglich tauchen dutzende neute Wörter in seiem Wortschatz auf, er wiederholt (oder zumindest versucht) vieles an Wörter, die gesagt werden. Doch, manchmal gibt es auch Neuschöpfungen oder Wörter, die für „Outsider“ nicht verständlich sind, da sie im „Dialekt“ von Albert gesprochen werden. Die Zeit ist also reif, ein Nachschlagewerk zusammenzustellen.

bo = Wurstware, Würstchen
d’lá-d’lá = Wasser/Flüssigkeit
èten = schaukeln
nonè = nénó = tatü-tata

Es gibt einige Wörter, deren Geheimnis bis jetzt nicht gelüftet werden konnten. Prominentestes Beispiel ist zweifellos „gabeledì“ die im öfteren zusammen mit „valedì“ erwähnt wird.

Die Krone aller Sprachversuche (m.E.) ist das Phänomen des „fusion“. Seit einiger Tagen ist bei uns das Pilzsaison eingebrochen, deshalb gehen wir im öfteren im Garten Pilze suchen. Pilz heißt auf ungarisch „gomba“. Da unser Garten nur so wimmelt von Pilze, hatte Albert wahrlich genügend Möglichkeiten, das Wort zu lernen. Doch, er entschied sich anders. Wenn er ein Pilz sieht, ruft er laut „gommány“ (gommanj), was ein Fusion von „gomba“ und „kormány“ = Steuer(rad) darstellt.

Am See

Gestern haben wir es geschafft einen kleinen Ausflug zum See Fjällnora zu machen. Zwar war ich zwecks Erkältung total k.o. aber das war kein Problem, da wir nur wenig gelaufen sind und ich die meiste Zeit den Herren beim Toben im Wasser zugeschaut habe. Wäre es mir besser gegangen, wäre ich wahrscheinlich mal schnell schwimmen gegangen. Von Schontemperatur kann mal da aber nicht ausgehen – András schätzte die Temeratur auf unter 18 Grad ein. Das Licht war sehr schön und es tat so gut, das Ende des Sommers noch einmal im Freien geniessen zu können.

Birthday No 2

Vor zwei Tagen ist unser Sohn tatsächlich 2 Jahre alt geworden. Wir haben einen gemeinsamen Nachmittag mit Kuchen und Geschenke auspacken verbracht. Wir haben Albert eine Holzeisenbahn mit Schienen geschenkt und er ist ganz begeistert. Er hat auch einen neuen kleinen Freund und ein Buch von seiner Patentante bekommen. Patent! Selbstgenäht und orginell ausgewählt! Dem neuen kleinen Freund hat er einen Kuss verpasst und das Buch wurde auch gleich studiert.

Der Tag klang aus mit einem Eis in der Badewanne (draussen). Man hätte meinen können, das Eis wäre fuer das Badewasser und nicht fuer den Mund bestimmt gewesen anhand der Menge Eis, die sich am Ende im Wasser befand!

Plantsche-plantsche

Endlich! Ein warmer Spätsommerabend! Nach all den Regentagen ein wahrer Genuss! Da wir alle (ausser Albert) erkältet sind, war es eine Wohltat das Gesicht in die Sonne zu hängen! Unser lieber Besuch ist heute leider wieder abgeflogen (und Albert war echt traurig) aber zum Trost durfte er am Abend auf der Terasse plantschen. Da gab es durchaus Begeisterung und auch ansonsten grosses Gesichtskino!