Häuslich

Ich bin bestrebt, das Chaos einzudämmen. Wirklich und ernsthaft bestrebt. Fängt erst die Arbeit wieder fuer mich an, ist keine Zeit mehr, noch Kisten auzupacken, Schränke neu zu organisieren, Kindersachen zu sortieren und so manch andere Kleinigkeit zu erledigen. Heute war unter anderem der Putzschrank mein Opfer. Alles wurde mit einem Bindfaden versehen und aufgehängt. Ausserdem wurden zwei Nägel befestigt um den Boden des Schrankes auch ganz frei von Wisch- und Kehrutensilien zu bekommen. Albert war beim Hämmern mit von der Partie. „Bum-bum!“ „Hamma!“ „Opa!“

Ausserdem hat er beim Staubsaugen geholfen UND seine Bausteine ohne grosses Gemurr eingeräumt. Ich war selig! Ein grossartiger Tag! Mit grossartiger Laune! Bloss am Abend, nachdem er Papa auf dem Computer per Skype-Telefonat gesehen hatte (der ist seit heute in Oxford), da war die Stimmung getruebt, verständlicherweise wollte er sich nicht von Papa verabschieden….

Gut kombiniert

Gestern hockte ich in der Hofeinfahrt und zupfte Unkraut. Die kleinen Grasbueschel lagen gehäuft in einer Ecke und ich deutete darauf, zu Albert gewandt: „Siehst du, das ist ganz viel Gras, das lege ich hier auf den Haufen!“ „Mam-mam“, sagte er. „Nein“, wollte ich schon einwenden, „das kann man nicht essen“, als mein schlauer Sohn noch hinzufuegte: „Kuuu!“. Ja, natuerlich. Er hat das Gras mit den Kuehen kombiniert. Wir haben mal so nebenbei erwähnt, dass Kuehe Gras fressen. Mal da ein Blick ins Bilderbuch, mal da ein Fingerdeut auf die Kuehe auf der Weide. Und schwupps, ist daraus ein Zweiwortsatz geworden und mein Sohn erstaunt mich mal wieder mit etwas Neuem!

Zwar ist dies leider hier im Blog viel zu kurz gekommen, aber seitdem er ca. 22 Monate ist, hat er viele neue Wörter gelernt. Es gab Tage, an denen er mindestens ein neues Wort sagte. „Vocabulary spurt“ heisst das im Fachchinesisch und beschreibt einen plötzlich rapiden Anstieg in der Anzahl der produzierten Wörter. Klassisch verortert man diese Phase um 18 Monate herum. Mich hat sehr interessiert, wie das bei Albert aussehen wuerde – mit 2 Sprachen statt einer. Einige Monate später, aber ähnlich im Verlauf, das ist mein Fazit.

Fachchinesisch hin oder her, ich war verbluefft von seinem Kommentar und seiner Kombinationsfähigkeit. Schlaues Buerschchen!